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Vorwort
von SNN-Team

Hallo Freunde des gepflegten Lesevergnügens, es ist wieder soweit. Vor Euch liegt eine druckfrische Ausgabe der SNN. Das ist allerdings nicht ganz die Wahrheit, die Ausgabe 21 ist nämlich eher download- als druckfrisch und von liegen kann bei der Anzeige am Monitor auch nicht die Rede sein. Aber das ist ein anderes Thema.

Was erwartet Euch in dieser Ausgabe? Arcanoa hat geträumt. Von einer Welt, in der Windows angenehm zur Entspannung beiträgt. Entspannung ist eine gute Überleitung zu einem anderen Thema. Unser chmul war wieder einmal im Urlaub. Außerdem haben wie Beweise, dass die Ehe von Lolly und Brötchen nach Wochen immer noch hält.

Außerdem natürlich noch Hotlinks, Zitate und Leserbriefe. In diesem Sinne viel Spaß!
Warten auf Ylf-Air!

Seid Ihr schon mal geflogen. Nein, nicht auf die Fresse. Auch nicht bei der Arbeit und schon gar nicht aus dem Schlafzimmer. Nein, mit einem Flugzeug, diesen Metallmonstern, die sich mit unfassbarer Kraft in den Himmel stemmen um dort riesige Strecken in kürzester Zeit zurückzulegen. Welch faszinierende Technik, die der Mensch da vollbracht hat. Aber wir wären ja nicht was wir sind, hätten wir das Fliegen so einfach gemacht. Vor das Fliegen hat der Mensch nämlich noch das Warten gesetzt. Und als ob mir die Bedeutung dieses Wortes noch nicht bekannt gewesen wäre, ereilte mich kürzlich bei einer Urlaubsreise folgendes Schicksal:

Der Plan sah vor, dass ich mit meiner Frau und meinem 6-jährigen Sohn um 9:15 am Flughafen eintreffe, einchecke, die Sicherheitskontrollen überwinde, das Gate finde und um etwa 11:00 an Board gehe um in den wohlverdienten Urlaub abzuheben.

Der Plan war perfekt vorbereitet und die Umsetzung funktionierte perfekt. Na ja, zumindest bis zum Check-In. Zugegeben, es war nicht gerade eine der Top-Five-Fluglinien, die wir gebucht hatten, aber das war nun wirklich kein Grund deren Schalter quasi am Ende der Welt aufzubauen. Wäre der Flughafen eine mittelalterliche Burg, hätten wir uns vermutlich im dunkelsten Kerker wiedergefunden. Allerdings erleichterte es mich ein wenig, als ich erkannte, dass nicht nur unsere Fluggesellschaft dieses Schicksal zu tragen hatte. Unzählige andere Reisende irrten ähnlich ahnungslos wie wir durch die schier endlosen Hallen.

Dank dem uns Männern angeborenen Orientierungssinn konnte ich meine Familie aber dennoch sicher an's Ziel bringen. Auf dem Weg dorthin baten mich einige andere Reisende um eine Wegbeschreibung und ich tat natürlich mein Bestes um ihnen zu helfen. Es sei denn sie fragten mich nach dem Schalter den ich selbst erreichen musste. Solche potentiellen Konkurrenten um die besten Plätze schickte ich an das entgegengesetzte Ende der Halle. Nicht ohne den Zusatz 'glaube ich, ich kenne mich hier auch nicht so gut aus'. Man weiß ja nie, ob sie es vielleicht doch noch schaffen, den Flieger zu erwischen...

An unserem Flughafen sind die Check-In-Schalter in Doppelreihen angeordnet. Das Personal sitzt hinter einem Schalter und teilt sich das Gepäckband mit Kollegen, die auf der anderen Seite ebenfalls Passagiere abfertigen. An der Stirnseite einer solchen Doppelreihe von Schalten angekommen, muss man sich also entscheiden, welche Seite man wählt. Ich wählte die linke Seite aus zwei Gründen. Erstens war das Schild unserer Airline auf der linken Seite angebracht und zweitens standen auf der linken Seite bereits zwei Schlangen die sich laut Monitor ebenfalls für einen Flug in die Türkei anstellen, wenn auch für eine andere Stadt. Zusätzlich prangte auf den Monitoren das Logo der Ylf-Air, die uns in den Urlaub bringen sollte. Und schließlich ließ auch die Leere auf der anderen Seite (hinter den Schaltern, vor den Schaltern und auf den Monitoren) kein Zweifel an der Richtigkeit meiner Entscheidung aufkommen.

Zu Unrecht. Unsere Schalter waren dann doch auf der anderen Seite, wie ich nach der Rückkehr von der Toilette bemerkten musste. Nicht genug damit, dass wir eine halbe Stunde auf der falschen Seite gewartet hatten. Nein, ich erkannte auch mehrere Passagiere wieder, die ich zuvor in die falsche Richtung geschickt hatte, die jetzt aber etwa 10 Meter vor mir in der Schlange standen. Aber da eines meiner hervorstechenden Merkmale meine ungeheure Gelassenheit ist, ertrug ich die folgenden 30 Minuten Kofferschieben, bis wir endlich zum Schalter vorgedrungen waren.

Wir bekamen trotz der vielen Passagiere vor uns noch ganz annehmbare Plätze, meine Freude darüber wurde allerdings gleich gebremst, weil uns die Dame hinter dem Schalter mitteilte, dass unser Gate noch nicht feststünde und wir doch bitte so um 11:00 besonders aufmerksam sein mögen, weil dann eine entsprechende Ansage erfolgen würde. Um 11? Laut meinem Plan sollten wir um diese Zeit bereits an Board gehen. Mir schwante Böses. Also gingen wir mit ungutem Gefühl zur Passkontrolle zum Passagierbereich. Dort stand auf einer großen Tafel, man möge rechtzeitig da sein, ab der Kontrolle könne es je nach Gate bis zu 25 Minuten dauern, dorthin zu kommen. Bitte? Warum muss ich einen teuren Flug buchen, wenn ich die Hälfte der Strecke laufen muss??

Um Punkt 11:00 kam dann die erwartete Durchsage. Gate E27. Also machten wir uns auf den Weg und wunderten uns, endlich dort angekommen, warum weder Personal bereit stand um unsere Board-Karten zu prüfen, noch ein Flugzeug vor dem Fenster zu sehen war, das wir hätten besteigen können. Ein Blick auf den Monitor bestätigten die anfänglichen Bedenken. Das stand nämlich 'verspätet'. Und mangels Personal konnten wir auch nicht nachfragen, wie lange die Verzögerung andauern würde.

Sagt Euch der Begriff 'Unophobie' etwas? Das ist eine Krankheit. Noch recht unbekannt. Sie beginnt ziemlich harmlos, kann aber zu unkontrollierten Aggressionen führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Bisher wurde Unophobie nur bei Eltern von 6-jährigen Jungs beobachtet, die nach den üblichen zwei Stunden Wartezeit auf dem Flughafen weitere Stunden Verspätung überbrücken müssen. Hervorgerufen wird Unophobie durch wiederholtes Spielen von UNO, einem beliebten und bisher als harmlos geltenden Kartenspiel.

Dass ich nach zwei Stunden nicht schon das Endstadium dieser tückischen Krankheit erreicht hatte, verdankte ich allein der Tatsache, dass mein Sohn in der Regel nach drei Niederlagen in Folge keine Lust mehr hat. Auf UNO wohlgemerkt, das bezieht sich nicht auf das Karten spielen an sich. Also spielten wir abwechselnd UNO und Mau Mau. Offensichtlich wird der Verlauf der Krankheit durch diesen Wechsel ein wenig eingebremst. Das Ende des Kartenspiels nach zwei Stunden kam mir dann zwar gelegen, wesentlich ruhiger wurde ich dadurch aber nicht, weil inzwischen bekannt geworden war, dass unser Flug erst um 15:30 starten würde. Also nochmals zwei Stunden Wartezeit.
Die nun noch verbleibende Zeit verbrachte ich damit meinen Sohn zu beobachten, wie er versuchte sämtliche Möglichkeiten auszuprobieren eine Rolltreppe zu Überwindung eines Höhenunterschiedes zu benutzen. Naiv wie ich bin, ging ich bisher davon aus, dass man sich einfach auf eine Stufe stellt und sich transportieren lässt. Rolltreppenprofis, Sportler oder hektische Leute gehen zusätzlich die Stufen hinauf oder hinab. Dank meines Sohnes weiß ich nun aber, dass man sich auch auf den Handlauf setzen/legen kann oder die Rolltreppe entgegen der Laufrichtung bezwingen kann. Im Anschluss daran bezog der die zweite Rolltreppe nebenan ebenfalls in seine Pläne ein. Es ist, das weiß ich nun, möglich eine Getränkedose auf den Handlauf einer Rolltreppe zu stellen und die andere Rolltreppe entgegen der Laufrichtung zu bewältigen bevor die Dose ankommen und herunterfallen kann. Im Nachhinein frage ich mich, wie so mein Sohn diese Phase des Wartens ohne Verletzung überstanden hat...

Nach 6-stündigem Warten konnten wir dann endlich an Board gehen und ich war sicher, dass nun nichts mehr schief gehen könne. Aber wie so oft an diesem Tag hatte ich mich geirrt. Die Cola an Board war nicht kalt und als wir nach Flug und Transfer endlich im Hotel ankamen, war das Abendessen schon vorbei und wir mussten uns eine BiFi und eine halbe Brezel teilen und bei Cola oder Essen hört bei mir der Spaß auf! Aber ein paar Tage Sonne, Strand und Pool halfen mir, mich zu entspannen und mich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren...
[chmul]
Wenn Bill ein Antroposoph wär'...

Des Öfteren mache ich mir Gedanken darüber, wie die Welt aussehen würde, wenn der Windowserfinder und Microsoftgründer, seine antrophilosophischen Ansichten in sein, uns allen bekanntes und sehr vertrautes, Betriebssystem integriert hätte. Linux User kennen die meist sehr freundlichen Hinweise ihres Systems: "Yast2 installiert jetzt noch ein paar unwichtige Dateien. Sie können Pause machen und solange Kaffeetrinken gehen." o.ä.

Wie würde das nun bei Windows aussehen? z.B. die Meldung:

Fatal Error in Kernel 12345676! Stop Error at 0x00050! Kein Zugriff auf CDROM Atapi blablabla! Sie sind nicht als Administrator angemeldet!

Wenn ich in den Laden gehen würde, und sagen wir mal, eine AMD CPU kaufen möchte, müßte der Verkäufer, nach jetziger Microsofts Sprachphilosophie, mir anworten:

"Es ist ein schwerer Ausnahmefehler entstanden. Ein fataler Fehler im Verkaufsmodul AMD, Kernel Adresse Stop at 0x00035. Kein Zugriff auf AMDCPU 3200+. Kontaktieren sie den Hardwareassistenten mit der Bestellliste. Update in 5 Tagen!"

So würde natürlich kein Verkäufer, sei er auch noch so schlecht oder gut geschult, mit einem Kunden reden.

Aber wie ich so in Gedanken bin, und mir ausmale, was es für fürchterliche Kommunikationsmöglichkeiten gibt, wenn wir alle im Alltag so reden würden, wie die Popups des Windowssystems, fallen mir die Augen zu, und werde schwerer und leichter und wieder schwerer, entspanne mich vollkommen. Die Welt ist weit fort - nur noch ich und das Universum - und allmählich beginne ich zu träumen.

Davon, wie die Welt wäre, wenn Gates spirituelle Adern hätte und seine Chakren im 17. Haus seines Venus Meridians stehen würden. Morgens wache ich auf, schwebe zu meinem 2. Hirn, das ich scherzhaft jetzt Betablocker nenne, und starte den Rechner. Eine sanfte, süße und ruhige Stimme ertönt: "Darf Windows ihnen zur Entspannung beitragen?
Bitte bestätigen Sie mit einem weichen OK."

"Die Software wird nun langsam in ein stabiles Gleichgewicht der Kräfte, unserem YingYang, erhoben. Sagen Sie Hallo zu YingYang." - "Hallo YingYang."

"Hallo mein User und Meister, womit wollen wir heute beginnen? Darf ich den Massager starten? Er hat neue Energien aus dem Netz gezogen und möchte diese Ihnen nun positiv empfangen lassen." "Bitte ja, aber erst nach der virtuellen Reinigung meiner gestrigen temporär versandten Wellen." Leichtes Vibrieren durchfließt meine Hand, die ruhig und entspannt auf der Maus (eine Force Feedback 2000 von Mindgames) liegt.

Der in seinem überaus aquarellfarbigem Outlook erscheinende Massager erfüllt nun seinen Dienst.Sanft rieseln Energien, bestehend aus bereinigten und glasklaren Spams ("Softpost anderer Menschen") in meinen Betablocker, der sie gleich aufmerksam konfiguriert und mir alle Energien, sortiert nach den Feng Shuikräften auf dem Desktop plaziert. Links, jene, die den warmen Erdstrahlen zugeordnet werden können, oben die Licht gebenden, unten die Wasseradern und rechts die heißen aus den Fernen des Universums.

"Wir beenden nun die Massage und wenden uns des Einbringens von neuer Soft zu. Um das zu tun, müssen Sie sich voll und ganz öffnen, geben Sie ihren Gefühlen freien Lauf." - "Aah, das tut gut." - "Darf Windows die Integrativen Energie-Transformation zwischen Ihnen und der Software "Words Apart 2003" vornehmen?"

"Wenn ja, wollen wir daraufhinweisen, dass damit ihre Aura um 30% verstärkt wird, was einen positiven Einfluß auf den evtl. vorhandenen Stressabbau haben wird. Auch wird dem Sakral-Chakra ein Update erlaubt." Ich bestätige und wieder spüre ich diese watteweichen Umhüllungen meiner Seele. Words Apart erscheint auf der Oberfläche wie Halley Berry aus den Tiefen des Meeres - Venusgleich. "Bitte schließen sie nun ihre gesamten Chakren."

"Soeben erfuhren sie einen spirituellen Wachstum in der untersten Ebene ihres Geistkörpers. Bitte levitieren sie alle anderen Programme." Hmm, ok, dann levitiere ich einmal und versuche dann, die Astralebene auszugleichen. Dafür muß ich loslassen können, sprich, den PC herunterfahren. Gesagt getan.

Neustart und schon bin ich wieder im, von allen 7 Chakren umgebenen, Windows Astral 2003 Pro. Doch was ist das?
"Die Astralebene zur Erkennung aller mentalen Energiezentren scheint einer negativen Schwingung zu unterliegen."
steht da in englischer Serifenschrift, und weiter:
"Bitte starten sie ihre Inkarnationszyklen, inkarnieren sie im kosmischen Medium und reden sie mit Emotionalkörper." Ok - was muß ich zuerst machen?

Und während ich dahinschwebe und meine Inkarnationen starte, um den Emotionalkörper zu kontaktieren, erscheint eine weitere Angabe: "Das System von Energiefeldern hat ergeben, daß bei ihnen eine zu positive Geist- und Seelenenergiewelle vorhanden ist. Sie benötigen dringend einen neuen graphischen Interface - der gegenwärtige kann den Schwingungen des Saturn nur noch wenig standhalten."
Hmm,eine neue Hard- für meine Software. Also gut, ich werde den wunderbaren PC wieder herunterfahren und mir ein neues Interface besorgen. Aber just, als ich den Off-Schalter betätigen wollte, kam aus dem BIOS ein sirenenartiger Pfeiffton, der mich abrupt aus meinen Träumen riss. Noch bevor meine Augen richtig klar sehen konnten, nahm ich einen schwach schimmernden, leicht ins himmelblaue gehenden Reiz wahr, der sich beim Öffnen der Augen in brutale und harte Realität verwandelte:

Nvidia.exe hat einen Fehler verursacht! Fatal Error! Stop at 0x000x0. System out of range!!

[arcanoa]

Zitate die, die Welt bewegten
Auch dieses mal haben wir wieder einige interessante Zitate aus ihrem zusammenhang gerissen.

»"Tuut ... Tuut ... Tuut .Bip....Tuut ... Tuut ... Tuut. Bip.... "«
Zitat von Autoöl zum Thema was bedeutet dieses telefonklingelzeichen?Originalzusammenhang

»"in köln trinkt man doch kölsch... hmm... ich dachte seelische grausamkeiten seien nach der genfer kovention verboten"«
Zitat von x45 zum Thema Der Kölner war schon immer....Originalzusammenhang

»"...In einer funktionierenden Beziehung ist Intimrasur überflüssig, auf regelmäßig befahrenen Strassen wächst ja auch nix "«
Zitat von Supernature zum Thema RasurbrandOriginalzusammenhang


Flittern im Schwarzwald

Das ja nun brötchen und Lollypop ein Ehepaar sind, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben.
Nun hatten einige Boardies ein ganz besonderes Hochzeitsgeschenk vorbereitet, so durften brötchen und Lolly ein Flitter-Wochenende im Grünen Hof in Grün (Zell/Unterharmersbach) verbringen, welcher schon Austragungsort für die Boardparty 2003 war.
Leider konnten die beiden damals nicht dabeisein, da unser Lolly gesundheitlich noch nicht ganz wieder hergestellt war.

Sonntags schauten dann noch ein paar Boardies dort nach dem rechten und passten auf, damit das Flittern nicht zu sehr ausartet.
Da es einem Paparazzi gelang, sich unter die Gästeschar zu mischen, gibt es nun exklusiv in der SNN erste Bilder des Ereignisses.

Zuerst einmal ein Blick zurück.
Es war einmal am 13.08.2004...
...da...
..öffnete brötchen das...
...Geschenk.


Bald darauf wurde endlich der Gutschein eingelöst...

...von brötchen und...
...Lolly.
Feierlich wurde das Geschenk überreicht.
Der Speiseplan wurde speziel für Lolly zusammengestellt.
Da hatte es der kleine...
...MWBroker schon besser.
Der Tisch...
...füllte sich...
...mit Schaulustigen
Frau und Herr koloth
"Hey Supi, hast Du irgendwo Astro gesehen.
Und zum schluß wurde es endlich erotisch.


Bilder von Astrominus
[]
Badeurlaub

Neben Sonne, Strand und Pool gibt es bei einem Badeurlaub natürlich auch noch andere wichtige Dinge, vor allem in einem All-Inclusive-Hotel. Leute beobachten und sich um die Familie zu kümmern zum Beispiel. "All-inclusive" bedeutet übrigens, dass mit der Bezahlung des Reisepreises alle Leistungen innerhalb der Anlage bezahlt sind. Mit Ausnahme besonderer Sachen wie Motorboot fahren, Parasailing oder Tennis bei Flutlicht. Ansonsten ist alles drin. Strandtücher, Liegen, Sonnenschirme, Getränke (auch alkoholische) und natürlich das Essen. Das gilt außerdem für die meisten Sportarten die angeboten werden.

Sorgen wegen des Idealgewichts kann man getrost vergessen. Nach dem Urlaub in einer solchen Anlage ist man weiter denn je von diesem Ziel entfernt. Zu groß die Auswahl, zu verlockend der Geruch. Und Zeit in aller Ruhe zu essen hat man ja auch noch. Doch, das ist so, auch wenn man bei manchen Zeitgenossen den Eindruck hat, dass die Zeit nicht einmal dazu reicht, für Haupt- und Nachspeise zwei mal an's Büffet zu gehen. Anders sind die Berge an Nahrung, die diese Leute auf den Teller stapeln, wohl nicht zu erklären. Und doch ist der Zeitmangel, trotz des eigentlichen Widerspruchs Stress/Urlaub, durchaus plausibel. Schließlich muss man ja rechtzeitig zu Clubtanz, Wasseraerobic oder Poolspiel wieder fertig sein.

Beim Frühstück kann man übrigens eine spezielle Untergruppe dieser Hektiker sehen. Sie reduzieren den Aufenthalt im Restaurant auf das absolute Minimum. Diese beinahe bemitleidenswerte Spezies zerreißt sich nämlich in einem schier ausweglosen Konflikt. Einerseits hängt das Wohl und Wehe des Urlaubstages davon ab, dass man die richtige Liege am richtigen Platz ergattern kann, andererseits will man nicht zur verachtenswerten Gruppe derer gehören, deren Frühsport Extreme-Liegen-Reserviering heißt. Natürlich könnte man zur Vermeidung dieses Problems einfach auf das Frühstück verzichten, und der Drang zur Liege würde sicher den quälenden Hunger locker übertrumpfen. Aber das geht ja nicht, schließlich ist das Essen kostenlos (bzw. schon bezahlt). Aber das erzwungene Essen hat auch sein Gutes, kann man auf diese Weise doch den Liegen-Reservierern wenigstens den letzten Pancake, das letzte Spiegelei oder das letzte Dinkel-Vollkornbrötchen vor der Nase wegschnappen.

Das mit den Reservierern ist ohnehin absolut lächerlich. Manche von denen scheinen sich sogar den Wecker zu stellen, damit sie am Morgen als erste die frei Auswahl haben. Was ein Schwachsinn. Ich bin da cleverer und warte bis um 2:00 nachts das Sicherheitspersonal den letzten Rundgang gemacht hat und reserviere dann meine Liege. Manchmal verstecke ich mich dann noch im Gebüsch, nur um das enttäuschte Gesicht dieser armen Irren zu sehen, wenn das Objekt der Begierde schon belegt ist. Sei's drum, Bekloppte gibt es halt überall.

Aber in solchen Ferienanlagen scheinen sie verstärkt aufzutreten. Das bestätigt auch ein Gespräch, das ich im Club-Shop belauscht und beobachtet habe. Dort kann man, maßlos überteuert natürlich, nicht nur ein paar Dinge des täglichen Bedarfs kaufen, sondern auch die unvermeidlichen Postkarten. Ich stehe also da so rum und versuche meinem Sohn gerade zu erklären, dass ich für den Preis des 50gr-Päckchen Gummibärchen zu Hause einen Monatsbedarf dieser Süßigkeiten kaufen könnte (erfolglos, versteht sich), als ein Mann (etwa 55, offensichtlich Deutscher) mit ein paar Postkarten in der Hand den Laden betritt. Der Verkäufer fragt "Und, wie viele haben Sie?". Der Mann antwortet nicht, sondern streckt drei Finger in die Höhe, augenscheinlich unbeeindruckt von der Tatsache, dass der Verkäufer die Frage in akzentfreiem Deutsch gestellt hatte. Doch damit nicht genug, auf die Rückfrage "Sechs?" antwortet der Mann 'Yes, sree please'. Unglaublich, oder? Aber noch nicht zu Ende.

"Brauchen Sie noch Briefmarken?"

"Ähh, ja bitte"

"Wozu?"

"Ja, äh, weil ich Sie nach Deutschland schicken will."

Aargh, ich fass' es nicht. Da hat der Typ endlich gemerkt, dass der Verkäufer deutsch spricht und ist darüber noch so erstaunt, dass er den Gag nicht mitbekommt.

Es gibt aber nicht nur Bekloppte im Ferienclub, sondern auch Unverschämte. Und ich rede jetzt nicht von Frauen, die sich nicht darum scheren, dass ihre Brüste besser vor den Augen der Welt verhüllt bleiben sollten oder Männern, deren Bäuche gewichtigstes Argument für die Einführung einer Badeanzugspflicht sind. Nein es geht um Kidnapper. Na ja, eigentlich sind es keine echten Kidnapper. Aber wenn ich mit meinem Sohn in Stunden mühevoller Arbeit eine Sandburg baue, nach vollbrachter Arbeit die verdiente Abkühlung im Meer nehme und beobachten muss, dass ein Vater seine beiden Kinder neben unserem Bauwerk postiert, seine Frau in der Bedienung der Kamera unterweist und sich dann stolz zu seinem Nachwuchs stellt, dann geht das schon in Richtung Kidnapping, oder?

Aber ich mag den Strand ohnehin nicht sonderlich. Nicht nur wegen des widerlichen Salzwassers oder den eben beschriebenen illegalen Sandburg-Nutzern. Das hat auch ganz praktische Gründe. Vermutlich durch zu starke Sonneneinstrahlung hatte ich einen Anfall ungewohnter Romantik und zog meine Frau deshalb auf den Boden, um mit ihr einen der berühmtesten Küsse der Filmgeschichte nachzustellen. Leider hatte ich die Brandung dabei nicht richtig eingeschätzt. Während im Film Burt Lancaster und Deborah Kerr vom Wasser nur zärtlich umspült wurden, wirbelte uns die aufschlagende Welle mehrere Sekunden durch die Gegend, um uns dann förmlich auf den Strand zu spucken. Macht nichts, dachte ich mir, die romantische Absicht würde meine Frau sicher trotzdem beinahe zu Tränen rühren. Und tatsächlich hatte sie Tränen in den Augen. Allerdings war es nicht Rührung sondern der Schmerz verursacht durch die Begegnung ihrer Nase mit meinem Hinterkopf. Man(n) kann's den Frauen eben nicht recht machen. Außerdem hatten wir den halben Strand in den Badeklamotten. Ich wusste es ja schon immer, Romantik wird im Allgemeinen überbewertet.

Aber es gibt auch spaßige Momente. Zum Beispiel, wenn man am Tag der Rückreise sehr früh vom Bus abgeholt wird. Ich könnte mich über die verschlafenen, traurigen Gesichter köstlich amüsieren. Und noch besser wird es, wenn man neu zusteigende Heimfahrer mit einem lauten und fröhlichen 'Guten Morgen, endlich geht's wieder heim, was?' begrüßt. Sensationell. Auch wenn man nicht mit einem Morgenmuffel verheiratet ist, dem ein einwöchiger Urlaub viiieel zu kurz ist, dieser Spaß ist schon mal ein blaues Auge wert....

[chmul]
Steckbrief

Diesmal mit:
brötchen
Nick:Brötchen
Vorname:Irene
Alter:42
Familienstand:Verh.
Anz.Kinder:keine
Wohnort:Köln
Beruf:Briefsortiererin
Lieblingsfilm:Walt Disney/ Miez und Mopps
Lieblingsmusik:Oldies
Lieblingsspeise:Lammbraten mit viel Knobi
Lieblingsgetränk:Wein
Hobbies:Katzen, Lesen, Basteln
Was magst Du gar nicht:Lügen, Arroganz,
Wie bist Du auf das Board gekommen:Durch Lolly
Grösster Persönlicher Wunsch:Immer gesund zu sein
Welche 3 Dinge würdest Du auf eine Einsame Insel mitnehmen:Lolly, meine Katzen und meine besten Freunde
[]
Untersetzt

Laut Statistik leben weltweit ca 1% Menschen die man als Untersetzt bezeichnen könnte. Zu meinem Entsetzen musste ich vor einiger Zeit einmal feststellen, dass ich selbst auch zu dieser, meist nicht beachteten und völlig zu unrecht unterbewerteten Gruppe gehöre.

Nun - einer der Nachteile, die uns Untersetzte trifft, ist die Sache mit den Hosen. Jawohl - ich hasse es für mich Hosen zu kaufen. Bei Shirts ist es ja egal, bei XL passt der Bauch schon drunter, der Rest wird halt zurechtgerafft. Aber Hosen, das ist eine Geschichte für sich. Wenn ihr also mal total entnervte Verkäuferinen sehen wollt, dann müsst ihr nur mit mir Hosen kaufen gehen.

Aber zum Glück hat ja die Bekleidungsindustrie extra untersetzte Größen anfertigen lassen, so gibt es neben 46, 48 etc. auch Größen wie 24, 25 und 26. Eigentlich eine feine Sache, möchte man meinen, wenn da nicht die Sache mit meinen unvorteilhaft verteilten Proportionen wäre.
Bei Größe 24 stimmt zwar einigermaßen die Länge, ich bekomme sie auch zu, aber wer zum Teufel kann schon ewig die Luft anhalten. Bei Größe 46 passt obenrum alles wunderbar, aber bei einem Blick Richtung Boden soll ich vor Schreck geschrien haben - "Wo sind meine Füße" ???

Nach stundenlangen Berechnungen habe ich festgestellt, das Größe 45 ideal wäre, nur mußte ich zu meinem Bedauern erkennen, das es die nirgendwo gibt - warum eigentlich nicht? Wollen die Hosenfabrikanten mich nicht als Kunden haben? Was habe ich denen getan? Oder bin ich gar der einzige meiner Art? Fragen über Fragen...

Was man so als Untersetzter alles mitmacht, kann man ohne Übertreibung als Rassendiskriminierung ansehen. Ich habe schon Verkäuferinnen entnervt schreien hören: "Versuchen sie's doch in der Kinderabteilung....." Aber sehe ich vielleicht aus, als ob ich einen Strampler nötig hätte? Obwohl, genaugenommen hat das ja schon was für sich, so ein Teil an einem Stück. Oder diese Strumpfhosen, die konnte man notfalls noch bis unter die Achseln ziehen, dann waren die Füße auch an ihrem zugestandenem Ort. Eigentlich war früher alles viel besser.

Nach mehreren Stunden, die ich damit verbrachte, mehrere Verkäuferinen an den Rand eines Nervenzusammenbruches zu bringen und in mehreren Läden nur knapp an einem Hausverbot vorbeischrammte, hatte ich es dann am Ende doch vollbracht. Voller Stolz trug ich also meine Plastiktüte mit den Jogginghosen richtung Parkhaus, in dem mein Auto abgestellt war. Da kam das Drama zu einem unrühmlichen Ende, als dieser doofe Parkscheinautomat, eine Zahl anzeigte, die derer, auf meinem Einkaufszettel verdächtig nahe kam.

Nur ganz kurz, dachte ich darüber nach, mit meinem Wagen die Schranke an der Ausfahrt - wie in billigen amerikanischen Filmen - zu durchbrechen um mit quitschenden Reifen sofort die Flucht zu ergreifen. Ich zahlte am Ende aber dann doch missmutig die Parkgebühr, da ich am bevorstehenden Wochenende etwas besseres vorhatte, als dieses in Untersuchungshaft zu verbringen.

Abgekämpft und durchgeschwitzt fuhr ich nun mit meinem Auto Richtung Heimat. An einer Ampel standen ein paar Jugendliche, die Hosen an sich trugen, deren Schritt in den Knien hing, da keimte ein Funken Hoffnung in mir auf und ich dachte bei mir....

...sieh an, ich bin nicht allein.

[Astrominus]
Es Weihnachtet sehr


Könnt ihr es auch schon riechen, den sanften Geruch frischer Lebkuchen und sonstiger festlicher Genüsse.
Schon bevor der Sommer seinen letzten Sonnenstrahl geschickt hat, wird man in den Kaufhäusern genötigt, sich schon einmal für Weihnachten einzudecken.
Das ging auch auf dem Board nicht spurlos vorbei .
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man auf dem Nach-Hause-Weg vom Freibad an weihnachtlich geschmückten Schaufenstern vorbeikommt.

Aber was soll's, es gibt endlich wieder Baumkuchen bei Aldi
Wunderpille nur ein Schwindel ?


Zum Schluß möchten wir noch einen riesengroßen Skandal aufdecken.
Wie in der letzten Ausgabe bereits berichtet wurde, hatte sich unser Redakteur chmul einem gefährlichen Selbstversuch ausgesetzt, und vier Wochen lang jeden Tag eine Tablette der von der Pharma-Industrie so hochgelobten "Antiboardika Plus" genommen.
Jedoch konnte keine Abnahme seiner Boardaktivitäten festgestellt werden und auch in seinem Redaktionsbüro konnte er regelmässig durch den dort installierten Bewegungsmelder registriert werden.
Das läßt uns zu der Überzeugung kommen, daß es sich bei Antiboardika Plus um eine riesengroße Abzockerei handelt.
Also liebe Leute, Finger weg davon, wenn euch euer Geld lieb ist.
Leserbriefe
von Adelbert M. aus Z. an der U.
Guten Tag

Zuerst einmal meinen Glückwunsch zu dieser, wieder einmal, äußerst gelungenen Boardzeitung.

Ich finde, das der Herr Chmul sehr intensiv und tiefgreifend auf Themen der besonderen Art eingehen kann, wogleich ich bemerken muss, das seine Werke doch bisweilen recht schwere Lektüre darstellen.
Man sollte evtl. in Bertracht ziehen, seine Werke etwas farbig abzusetzen

Die Bilder der Hochzeit gefallen mir auch sehr gut.
Die Stimmung wird dabei recht gut eingefangen
Bemerkenswert ist dabei der ältere Herr im grauen Anzug mit Brille, welcher es auf seltsame Art und weise zu schaffen scheint, in fast jedem Motiv sich selbst zu zeigen

Vielen Dank für den Hinweis auf das Gegenmittel der Boardsucht. Manchmal sind bei mir auch schon erste Anzeichen selbiger zu verzeichnen. Demzufolge bin ich froh darüber, das es schon im vorab Hilfe gibt

Bis zum nächsten mal,
MfG,
Ihr in erfurcht ergebener Adelbert

Kommentar der Redaktion
In Bezug auf Ausgabe 20


Schlusswort

Zum Schluß noch ein Wort (heißt ja nicht umsonst Schlußwort ).

Nun, da der Sommer vorbei ist und der Herbst seinen kühlen Einzug hält. Nun, da die Tage kürzer und die Nächte länger werden und der Herbstwind wild in unseren Frisuren wühlt (Nicht neidisch sein, Astro).

Nun, da das Laub von den Bäumen fällt und die Kehrwoche zur Qual werden lassen. Nun genau an dieser Stelle, möchten wir euch sagen...

...passt bitte auf euch auf.
Impressum

Die Boardzeitung SNN ist exklusiv für das Supernature-Forum und erscheint manchmal monatlich. Unser Humor soll keinesfalls beleidigen oder verletzen. Wer dennoch Grund zur Klage hat, möge sich bei uns melden und wir werden der Sache auf den Grund gehen.

Die SNN wird zwar von einem festen Team zusammengestellt, Gastredakteure sind uns aber immer willkommen. Euer Beitrag kann aus Tipps, Anregungen, Ideen oder Texten bestehen, wir nehmen alles und wer weiß, vielleicht werdet Ihr ja berühmt..
SNN Ausgabe 21 veröffentlicht am 25.09.2004 Exclusiv für das Supernature-Forum
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© 2002-2010 SNN-Team. Sämtliche Beiträge dieser Ausgabe dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers/Erstellers (SNN-Team, wenn nicht anders angegeben) verwendet werden.