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Vorwort
von chmul

Ok, zugegeben, die letzte SNN liegt schon etwas zurück, aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Es ist ja nicht so, dass wir nicht in der Redaktion arbeiten wollten, aber es bleibt kaum Zeit, da wir uns um andere Dinge kümmern müssen. Zum Beispiel um die Ernährung unserer Familien (die Einnahmen aus dem Verkauf der SNN sind ja praktisch gleich null).

Ich zum Beispiel habe drei kranke Großmütter zu Hause, die sich kaum um meine 25 Kinder kümmern können, weil mein Harem am Grunde des Sees 28 Stunden am Tag für eine handvoll kalten Kies schuften muss. Und wenn ich derart gebeutelt meine Cola selbst holen muss, dann bleibt halt nicht mehr viel Zeit für die SNN.

Aber ich schweife ab. Vor Euch liegt die neueste Ausgabe der SNN. Wie immer vollgepackt mit brandheißen Stories, hemmungslosen Enthüllungen und jeder Menge Sex. Ähh, entschuldigt bitte, ich habe den falschen Zettel bekommen. In der aktuellen SNN geht's natürlich um tolle Tricks für die moderne Hausfrau und aktuelle Intrigen aus dem Monegassischen Fürstenhaus...

Auch nicht? Haben wir überhaupt was in der heutigen Ausgabe? Na ja, was soll ich Euch das auch erzählen, Ihr könnt's doch eigentlich selbst lesen, oder?

Manch einer mag sich ob der aktuellen Ereignisse fragen, ob wir nichts Besseres zu tun haben, als uns mit unserer kleinen Zeitung zu beschäftigen. Was Besseres als den Leuten ein Schmunzeln zu entlocken? Nein, haben wir nicht!
P O R N O G R A P H I E

Stellen wir uns einmal vor, uns sei langweilig. Das ist schwierig, ich weiß, schließlich haben wir einen Job, eine Familie, unseren Verein, Freunde und der Haushalt sollte auch noch in Ordnung gehalten werden. Dennoch, stellen wir uns einmal vor, uns sei langweilig. Wir denken darüber nach, was wir tun könnten und haben plötzlich eine tolle Idee: Wir retten die Welt. Eine gute Idee. Schließlich wird kaum jemand etwas dagegen haben können, wenn wir unseren Lebensabend und die Zukunft unserer Kinder sichern wollen.

Ok, die Welt zu retten ist schon eine recht große Aufgabe. Vielleicht auch ein bisschen zu groß, wenn man es genauer betrachtet. Aber retten ist gut, dabei bleiben wir! Vielleicht sollte das irgendwie im Zusammenhang mit unserem beruflichen Umfeld stehen. Wir sind ja im Internet tätig, da müsste doch was zu machen sein. Genau, wir retten das Internet, das ist klasse. Wenn es irgendwo noch einen Sündenpfuhl biblischen Ausmaßes gibt, dann doch wohl das Internet.

Ääh ja, aber das Internet ist natürlich auch ziemlich groß. Weltweit, wenn man ehrlich ist. Wieder nicht ganz einfach. Aber vielleicht müssen wir ja nicht das ganze Internet säubern, Kleinvieh macht auch Mist und auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und wir wissen auch schon wen wir schützen wollen: Die Gesellschaft und speziell die Kinder! Ja, Kinder schützen zieht immer, das machen wir. Und deshalb gründen wir erst mal einen Verein. Das ist so in Deutschland.

In unserem Verein machen ganz viele Verbände und Unternehmen mit und wir fangen erst mal damit an, uns selbst Regeln aufzuerlegen und diejenigen wieder rauszuschmeißen, die dagegen verstoßen. Cool, da haben wir schon richtig was geleistet. Aber wir können ja schlecht, das Internet durchforsten um schlimme Sachen zu finden. So langweilig ist uns nun doch wieder nicht. Da kommt uns noch eine tolle Idee: Wir richten eine Beschwerdestelle ein. Es gibt da draußen sicher Millionen von selbsternannten Moralwächtern, die uns die Arbeit abnehmen.

Und damit die Denunzianten auch bei Laune bleiben, gehen wir mit Hochdruck ihren Beschwerden nach. Egal wie lächerlich sie uns auch scheinen mögen. Denn schließlich müssen wir uns immer wieder selbst beweisen, wie wichtig unsere Aufgabe ist. Da kommt uns diese eine Meldung gerade recht. Da gibt es doch tatsächlich eine Online-Zeitung, die hat vor Monaten eine Ausgabe veröffentlicht, die ein Bild enthält, auf dem nackte Frauen zu sehen sind.

Ist das zu fassen? Nackte Frauen! Wir müssen die Kinder retten! Man stelle sich vor, ein Kind sähe ein paar unbekleidete Frauen, die auf allen Vieren eine Treppe hinaufklettern. Wir stellen natürlich sofort einen Prüfer auf diesen Fall an und gehen diesem Vorwurf auf den Grund. Und wir stellen schnell fest, dass die Beschwerde begründet ist, der Prüfer kommt mit hochrotem Gesicht zurück in's Büro. Allerdings nicht aus Scham ob des schlimmen Bildes, sondern mehr aus Wut, dass er seine Zeit mit einem solchen Schwachsinn vergeuden muss.

Ok, der Prüfer stand eh auf der Abschussliste, der weiß einfach nicht, was gut für uns ist. Gut ist, einer Beschwerde nachzugehen, einen Abmahnbrief zu schreiben und mit schlimmen Strafen drohen. Dann kommt das Bild nämlich weg und wir haben einen Fall mehr in den Akten, der belegt, dass wir auf dem besten Wege sind, das Internet und eigentlich die ganze Welt zu retten. Was macht es da schon, dass auf dem Bild weit weniger Raum für böse Phantasien ist, als in den Dessous-Abteilungen der Online-Angebote diverser großer deutscher Versandhäuser?

Die Jungs von dieser SNN sind doch selbst Schuld. Hätten sie doch lieber ein Bild aus dem Film "Die 120 Tage von Sodom" genommen. Da sind auch nackte Meschen (sogar Frauen und Männder) zu sehen, auch auf allen Vieren und sogar mit Hundehalsbändern an Leinen. Ok, das ist zwar erniedrigender und lässt mehr Spielraum für böse Gedanken, aber es stammt ja aus einem Film, ist also quasi Kunst. Und die Bilder finden sich schließlich auch überall im Netz.

Außerdem ist es für die SNN ja nicht so schlimm. Die Zeitung war eh im Archiv verstaubt und hat vielleicht 1000 Zugriffe gehabt, wenn man dort die Welt rettet, schadet man ja niemandem. Schließlich können wir ja niemandem auf den Schlips treten, der sein Geld mit Schmuddelhotlines und den zugehörigen Websites verdient. Da hängen Arbeitsplätze dran, Wirtschaftskraft. Außerdem können wir doch nicht Zehntausende von Nutzern vor den Kopf stoßen, indem wir verlangen, dass ihre ****-Vorlagen aus dem Netz genommen werden.

Nee, nee, das ist schon in Ordnung so. Wir haben ein Stück der Welt gerettet, einen Fall mehr in den Akten und können uns beruhigt zurücklehnen. Wir sind die Guten!


Im Ernst: Das Internet ist voll mit jugendgefährdenden Inhalten und wir (die SNN und das Supernature-Forum) heißen Maßnahmen zum Schutze unserer Kinder für richtig und wichtig. Allerdings stellen wir grundsätzlich in Abrede, dass das Bild um das es geht, tatsächlich diese "entwicklungsbeeinträchtigende" Wirkung hat, die in der Beschwerde erwähnt wird. Doch selbst wenn, in unseren Augen muss man doch unterscheiden, ob ich in einem Stadtpark den Rest meines Apfels in's Gebüsch werfe oder ob ich fässerweise Chemieabfälle in der Nordsee versenke.

Aber vielleicht sind wir ja ungerecht. Vielleicht werden just in diesem Moment, die wirklich schlimmen Inhalte gerade gelöscht und unser Fall war einer der letzten auf dem Weg zum sauberen Internet...
[chmul]
Männer lügen nicht

Ihr (ich richte mich an die Männer unter Euch) kennt das sicher auch, eigentlich sind wir grundehrliche Menschen und Lügen ist etwas, das wir nur von anderen kennen. Um dieses zu untermauern, möchte ich hier einmal ein paar Beispiele anführen.

Es ist Montag, so gegen 17:30 Uhr. Du kommst nach einem schweren Arbeitstag nach Hause und vor Dir steht deine Frau, welche Dich gleich mit der Frage konfrontiert: "Hallo Liebling, wie findest Du mein neues Kleid?". Am liebsten würdest Du darauf antworten: "War denn schon wieder Altkleidersammlung?". Doch alles was über deine Lippen kommt, ist ein "Prima, mein Schatz, das neue Kleid macht ja richtig schlank und wie es sich anmutig an deine zarten Hüften schmiegt". Das Glitzern in den Augen Deiner Frau, sagt Dir, das sie jedes Wort ernstgenommen hat und sogleich bereitet sie Dir dein Lieblingsessen vor. Unter diesem Gesichtspunkt hat sich die klitzekleine Übertreibung durchaus gelohnt.

Einen Tag später, gleicher Ort, gleiche Zeit. Deine Frau steht wieder einmal mit diesem wohlbekannten Lächeln vor Dir und säuselt geschmeidig in den Raum: "Hallo Liebling, wie findest Du meine neuen Schuhe?" Dein Blick fällt nach unten und erblickt das mindestens zwanzigste Paar schwarzer Schuhe. Aber die Form der Schnalle ist anders. Oval hatten wir zwar schon, aber ohne Ornamente! Nicht, dass Du etwas gegen schwarze Schuhe hättest, genau so wenig wie gegen braune oder graue, aber der Fehler Deiner Frau besteht darin, dass sie vergessen hat, das Preisschild wegzumachen. Erfolgreich versuchst Du zu verbergen, dass Dir der Atem stockt. Nachdem Du Dich erholt hast, sagst Du: "Oh - mein Schatz, es ist wundervoll, wie die neuen Schuhe die Anmut deines gazellenhaften Ganges unterstreichen." und versuchst verzweifelt, Dir die Ironie der gerade gesprochenen Worte nicht anmerken zu lassen. Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Augen, verlässt sie daraufhin den Raum und Du atmest erst einmal tief durch. Das anschließende Verzehren Deiner Lieblingsspeise entschädigt Dich dann doch für die durchlittenen Qualen.

Einen Tag später, gleicher Ort, gleiche Zeit. Deine Frau steht vor Dir und fragt Dich: "Hallo Liebling, fällt Dir irgendetwas an mir auf?". Während Dir der Schweiß auf die Stirn tritt (man weiß ja, dass solche Fragen der Ursprung so mancher Ehekrise waren) und beginnst sie zu mustern. Neue Schuhe hat sie nicht, auch die Socken sind Dir seit langem bekannt und das Kleid, das sie trägt, hat sie Dir bereits gestern vorgestellt. Sie trägt auch keinen neuen Hut , genau genommen trägt sie eigentlich gar keinen. Aber was ist das? Du versuchst den Schrecken in Deinen Gliedern zu verbergen, was Dir auch ganz gut gelingt. "Na wie findest Du meine neue Frisur?", hörst Du sie fragen. Eine fremde Macht hält Dich davon ab, Deinen Anwalt anzurufen um den Friseur zu verklagen und verleitet Dich stattdessen zu folgenden Worten: "Klasse mein Schatz, damit siehst Du mindestens 20 Jahre jünger aus". Als Du kurz darauf Dein Lieblingsessen aufgetischt bekommst, denkst Du Dir: "Oooops - habe ich das gerade gesagt?"

Einen Tag später, gleiche Zeit, gleicher Ort. Du kommst nach Hause und öffnest vorsichtig und leise die Wohnungstür. Du hast dich saugut auf diesen Augenblick vorbereitet und die Baldriantropfen wirken tatsächlich. Du bist entspannt und nichts, aber auch wirklich gar nichts kann Dich nun aus der Ruhe bringen. Deine Frau steht in der Küche und hat Dein Kommen noch nicht bemerkt. Dein Blick schweift langsam an ihr herunter und wieder hoch, doch Du kannst nichts außergewöhnliches erblicken. Kein neues Kleid, keine neuen Schuhe und die Frisur ist ebenfalls unverändert. Erleichtert begrüßt Du sie mit einem gesäuselten: "Hallo Liebling, Dein Göttergatte ist zuhause". Sie dreht sich um, mit diesem Dir wohlbekannten Grinsen im Gesicht und sagt fröhlich: "Hallo Schatz, schau mal was ich beim Trödler um die Ecke erstanden habe und zeigt dabei auf ein seltsames Gebilde das auf dem Küchentisch liegt. Dein Blick fällt auf ein etwa 95 cm langes Windspiel, das mit geschliffenen Heilsteinen besetzt ist und an einer Sonnenblume aus Klarglas hängt. Dank der Tropfen denkst Du nicht darüber nach, dass in Eurer Wohnung ohnehin schon viel zu viel Firlefanz steht und hängt. Im Baldriandelirium hängst Du das Windspiel auf und rechnest fest damit, dass Dein Verteidiger mildernder Umstände geltend macht, wenn Du wegen des Angriffs auf den Trödler angeklagt werden solltest. Ok, eine ganze Flasche Baldrian ist vielleicht doch zu viel, aber wenigstens überdeckt Dein Festmahl den bitteren Nachgeschmack des Beruhigungsmittels.

Einen Tag später, gleiche Zeit, gleicher Ort: Du kommst nach Hause und Deine Frau stürmt Dir freudestrahlend entgegen. Nur bekleidet mit einem Negligé, das mehr zeigt als es verhüllt. Die sinnlichen Lippen dicht an Deinem Ohr haucht sie: "Liebling, dieses Negligé habe ich extra gekauft um Dich zu verwöhnen." Doch Du bleibst vollkommen cool, gehst wortlos an Ihr vorbei, schnappst Dir die Zeitung und beginnst zu lesen. Auf ihre empörte Frage, was Du da machst, antwortest Du: "Das Ding hat doch sicher wieder ein Schweinegeld gekostet. Ich schau mich nach einem zweiten Job um!" Leider hast Du keine Gelegenheit, diesen kleinen Triumph auszukosten. Als Dir klar wird, dass Du heute wohl zum ersten Mal ohne Abendessen ins Bett musst, wachst Du schweißgebadet auf.


Und was lernen wir daraus?

Männer lügen nicht!

Nur aus Notwehr.

Oder...

...weil sie hungrig sind!
[Astrominus & chmul]


Was? Du hast es immer noch nicht mitbekommen? Du hast den Newsletter ignoriert und das Banner übersehen? Jetzt sag nur noch, Du hättest das Unterforum "Gemeinsame Unternehmungen" im Boardsofa auch noch nicht gesehen! Unfassbar. Eigentlich sollte eine solche Ignoranz konsequent geahndet und hart bestraft werden. Dein Glück, dass wir den Untertitel "Die Wohlfühlzeitung" nicht einfach nur des schönen Klangs wegen tragen.


Weil wir so nett sind, wollen wir für jene, die bisher tatsächlich noch nicht Bescheid wissen, hier nochmals ankündigen, worüber sich die Boardies derzeit so überschwänglich freuen:


Hier findet Ihr den zugehörigen Thread mit allen notwendigen Informationen. Da es zentraler wirklich kaum noch geht, hoffen wir auf einen neuen Teilnehmerrekord und laden Euch ganz herzlich ein, auch dabei zu sein, wenn die wichtigste Party des Jahres steigt. Selbstverständlich helfen wir Euch bei der Suche nach einer Unterkunft, falls das Partyhotel ausgebucht sein sollte und auch Transfers werden sicher nicht zum Problem. Es gibt einen Mitfahrthread
und falls Ihr mit dem Zug kommt, dann sagt Bescheid, auch das bekommen wir geregelt.


Ein besonderer Dank gilt dem diesjährigen Boardparty-Organisator sErPeNz, der seine Freizeit nun damit zubringt den Ablauf der Boardparty auf ein sicheres Fundament zu stellen.

Wir freuen uns auf Euch!
Neulich im ICE von Garmisch nach Hamburg

Da ich immer wenig Geld besitze, kann ich mir auch kaum eine Fahrkarte leisten. Und schon gar keine für nden ICE, 1. Klasse von Garmisch nach Hamburg. Aber hey, hier habe ich ein paar Utensilien, die mir dabei helfen könnten, diese Überfahrt umsonst und in Gelassenheit zu tätigen.

Da wäre erst einmal mein alter Schülerausweis vom Daimler-Benz-Gymnasium, mit Lichtbild und DBG-Enblem, dann 5 äußerst coole, lederummantelte Handschellenpaare aus dem Fetischladen um die Ecke, eine knallroten Lippenstift und 5 Tütüs, in Rosa, versteht sich.

Sodele, jetzt aber zum Bahnhof und rein in den ICE, der fährt nämlich gleich. Auf dem Bahnsteig suche ich mir den Abschnitt aus, der für die 1. Klasse bestimmt ist, weil gegen Economy ist arcanoa algerisch.

Der Zug fährt ein und ich besteige denselbigen, bewappnet mit einer Tasche voller Überraschungen.
Als erstes suche ich mir einen Sitzplatz und fixiere den Schaffner, das mobile Begleitkommando der Bahn. Noch ist er beschäftigt, den Leuten auf die Plätze zu helfen. Aber schon bald setzt sich der Zug in Bewegung und der Schaffner geht in sein Abteil, um die notwenigen Geräte für seine Amtshandlungen zu holen. Diesen Moment nutze ich geschickt, denn es gilt, den Schaffner auf jeden Fall von seinem Vorhaben abzubringen.

Und das geht so:

Ich begebe mich in Richtung meines Opfers. Schick sieht er aus, in seiner Uniform. Gerade, als er sein Abteil ordnungsgemäß verschließen will, spreche ich ihn an:

"Wie es mir scheint, sind Sie doch ein Reisebegleiter und Fahrgastbetreuer ich der Fahrgast, welcher seinen Platz da vorne in Reihe 104 am Fenster hat. Waren sie dort schon oder kommen sie noch?"

"Genau das bin ich und gerade fange ich mit meinem Rundgang an, gedulden Sie sich bitte noch ein wenig." antwortete er mir stolz und zupfte den Kragen zurecht.

"Kein Problem," sage ich, "leider muß ich erst einmal für kleine Jungs, deswegen besser gleich: 1 Schnitzel mit Pommes an lecker Pilzrahmsauce und 'ne Cola. Vielen Dank."

Die Reaktion auf so eine Bestellung eines Fahrgastes verblüfft mich bei den eingefleischten, vor allem unvorbereiteten, Beamten immer wieder aufs Neue. Denn eigentlich kennen sie nur Antworten und Auskünfte auf und über Abteil-, und Sitznummer, Lage des Boardrestaurants und die nächsten Zwischenhalte.
Mehr multiple Datenverarbeitung ist selten, aber die Symptome des Buffer Overflow sind bei allen Schaffnern gleich: Zuerst ein leichtes Liderzucken, das in heftiges Zittern übergeht, einher mit seitlichtem Speichelfluß incl. Bläschenbildung, die Augen verdrehen sich nach innen, der Kopf wird puterrot. Die ganzen Abläufe enden in einem krampfartigen Nicken des Kopfes. Leider ist in dem engen Flur wenig Platz, so daß der Kopf unweigerlich gegen die Wand donnert, erst ein-, dann zwei-, dann dreimal. Zum Vierten kommt es nicht mehr, bewußtlos sinkt der Körper auf den Boden des Waggons. Sowas nenne ich ein gelungenes spontanes Autoknockout oder System Error.

Nun brauche ich natürlich einen Ersatzschaffner, denn, auch wenn es freudig wäre, daß eine Kontrolle nicht stattfindet, weiß man nie, zu was ehrliche Menschen fähig sind. Die gehen hin und melden das Fehlen des Schaffners an der nächsten Station und ich wäre dann aufgeschmissen. Also wird der Schulausweis gezückt, ich begebe mich in Richtung einer Sitzreihe 2. Klasse und rufe:

"Meine Damen und Herren, es gibt keinen Anlass zu früh in Panik zu geraten. Mein Name ist arcanoa, ich bin von der DBG, der Deutsche Bahn Gesellschaft, und wir haben ein innerbetriebliches Problem. Leider fiel der Schaffner in eine tiefere Bewußtlosigkeit, vermutlich war er überarbeitet. Da wir keinen Ersatz für ihn an Board haben, möchte ich jemanden von ihnen bitten, kurzfristig für den Schaffner einzuspringen. Die kurze Einarbeitung erhält die Person von mir. Als Gegenleistung bekommt die Aushilfe die Fahrt umsonst, außerdem ein Zehnjahresticket für die 1. Klasse, gültig für alle Strecken und Leistungen der DB."

Sofort fliegen die Hände der Passagiere nach oben: "Ich! Ich! Ich!" töne es aus allen Sitzen. Langsam prüfend gehe ich durch den Mittelgang, schaue links und rechts und suche mit meiner unfehlbaren Menschenkenntnis den Stellvertreter für den armen Schaffner. Wie sehr mächtig so ein kleiner Ausweis in Verbindung mit selbstbewußten Auftreten hat, ist schon erstaunlich, denn niemand von meinen Schäfchen stellt die absolut logische Frage: "Warum machen Sie das eigentlich nicht?" Offensichtlich sind entweder alle Machtgeil oder nur scharf auf das Freiticket.

"Sie!" ich zeige auf einen etwas kleineren, im Mittelalter befindlichen Mann mit Glatze.

"Hätten Sie Interesse an dem Job?" "Ja, äh, ja gerne. Was muß ich denn tun?"

"Mitkommen!"

Zusammen gehehn wir in Richtung des bewußtlosen Mannes, der immer noch da liegt, als ob der Sandmann da war.

"Das ist Amtsschaffner Schmitt, gleich werde ich ihn in sein Abteil legen und entsprechend versorgen, aber als erstes brauchen
Sie seine Uniform, die Kontrollgeräte und das Kursbuch, wenn Sie es tragen können. Außerdem die Trillerpfeife und sein Namensschild, ach, und natürlich auch seinen Dienstgeldbeutel. Wie ist eigentlich Ihr Name und Anschrift, nur für die Formulare."
"Gdöns, Walter Gdöns."
"Tut mir leid."
"Ich wohne in der Burgstrasse 9 in Ammersried."
"Auch dafür können Sie nichts."


Nachdem der nette und unwissende Herr dem Bewußtlosen alle Habseligkeiten entnommen hat, zieht er sich die Uniform an, während ich den Schlafenden behutsam auf den Sitz in seinem Abteil ablege.

"So, heben Sie die rechte Hand und schwören Sie auf das Kursbuch, daß Sie ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen machen werden und Schaden von der DB abwenden wollen."

"Ich schwöre."

"Nun brauchen sie nur noch mit der Zange zu fuchteln und sagen, daß sie der Kontrolleur sind, die Tickets abknipsen und bei eventuellen Fahrplanfragen schlau dreingucken, im Kursbuch blättern und einfach irgendwelche Zeiten und Bahnhöfe in den Raum werfen."

"Ok, ich werde mein Bestes tun. Sitzt denn auch die Uniform und das Namensschild?"

"Perfekt." sage ich nur noch und schiebe ihn in Richtung der Fahrgäste.

Voller Eifer knipst der Mann alles, was nach Papier aussah.Nach dieser ganzen Aktion lehne ich mich ein wenig zurück und schaue dem vermeintlichen Ersatz noch ein Weilchen hinterher, solange, bis er die Türe zum nächsten Waggon passiert. Natürlich kann ich diese Missetat des Mannes nicht auf sich beruhen lassen, immerhin begeht er Amtsanmaßung und Urkundenfälschung. Ich bekomme allmählich ein schlechtes Gewissen und außerdem könnte er sich verraten und ich wäre erneut aufgeschmissen. Also folge ich dem Mann und beobachte ihn im nächsten Waggon, bis er auch diesen verlassen hat.

Erneut zücke ich meinen Ausweis: "Meine Damen und Herren, es gibt keinen Anlass zu früh in Panik zu geraten. Mein Name ist arcanoa, ich bin von der DBG, der Deutsche Bahn Gesellschaft, und wir haben ein innerbetriebliches Problem. Ein unbekannter Mann hat den Schaffner KO gehauen, gibt sich nun selbst als Kontrolleur aus, knipst alles, was nach Papier aussieht und gibt verworrene Auskünfte über den Fahrplan. Hat jemand diesen Mann gesehen?"

"Ja, gerade hat er das Abteil verlassen." kommt prompt die Antwort.

"Da ich mich hier um den bewußtlosen Schaffner kümmern muß, wäre es eine noble Geste, wenn sich ein paar Leute um den Betrüger kümmern würden. Als Belohnung winkt ein Zehnjahreticket für die 1. Klasse, gültig für alle Strecken und Leistungen der DB."

Sofort springen mehrere Leute auf und rennen wild brüllend in Richtung des nächsten Waggons.

Kurze Zeit darauf bringen sie den verwirrten Mann zurück, und lassen ihn zu meinen Füßen fallen.

"Ich wußte, daß ich dich eines Tages erwische."

"Meine Damen und Herren, soeben sind Sie Zeuge der Verhaftung des derzeit größten Kontrolleurbetrügers zu sein.

Das ist nicht der freundliche Amtsschaffner Schmitt, sondern Walter Gdöns aus Ammersried. Schauen sie nach seiner Brieftasche." Jemand zieht die Brieftasche heraus und überprüft den Namen auf dem Ausweis. "Tatsächlich, Walter Gdöns aus Ammersried." "Aber ich, ..., ich bin doch..." Weiter hört ihn niemand, denn der gesamte Wagen applaudiert mir zu und ich höre nur noch Bravo- und Hochrufe.
Alsdann ergreife ich den Mann, und zerre ihn an seinem Arm in die nächstliegende Toilette, zur körperlichen Überprüfung, wie ich den immer noch Beifall klatschenden Gästen bestätige.

Drinnen sage ich zu ihm: "Ziehen Sie sofort die ganzen Klamotten aus! So kommen wir nicht weiter. Fast hätten Sie meine Tarnung auffliegen lassen, mit Ihrer wilden Knipserei." Der Mann schaut verdutzt, tut aber, wie ihm geheißen war. Nachdem er nun in seiner Unterwäsche so vor mir steht, überkommt mich mein Mitleid. "Ziehen sie das hier an, mehr habe ich nicht." Ich drücke ihm eines der Tütüs in die Hand.
Wieder tut er, wie ich es ihm auftragen habe, er sieht jetzt noch schlimmer aus.

"Nee, so können Sie wirklich nicht draußen herumlaufen, Sie sind ja ganz blaß. Moment." Ich hole also ein Paar Handschellen und fessele den Armen an einer Halterung. Dann nehme ich den Lippenstift und verleihe seinem Mund eine kräftige Farbe. "Schon besser, aber in der Aufmachung nimmt Ihnen keiner irgendeine Geschichte ab. Besser, ich verriegle zu ihrem Schutz von außen die Türe und wenn Sie sich nicht ruhig verhalten, muß ich sie wieder aufschließen und das Klo freigeben. Dann kann ich leider für Nichts mehr garantieren. Aus der Nummer kommen sie nämlich dann nicht mehr heraus. Was würden die Leuten wohl denken? Ein älterer, geschminkter Herr auf der Zugtoilette mit Tütü und Fetischschellen."

Er nickt nur noch mit dem inzwischen hochrot angelaufenen Kopf. Ich nehme die Uniform und die Gerätschaften und schließe die Toilette. So. Jetzt habe ich noch 4 Tütüs und 4 Handschellen. Auf zum nächsten Waggon: "Meine Damen und Herren, es gibt keinen Anlass zu früh in Panik zu geraten. Mein Name ist arcanoa, ich bin von der DBG, der Deutsche Bahn Gesellschaft, und wir haben ein innerbetriebliches Problem..."
[arcanoa]
Steckbrief

Diesmal mit:
vazquezz
Nick:vazquezz
Vorname:Patrick
Alter:34
Familienstand:noch ledig
Anz.Kinder:0
Wohnort:26529 Leezdorf
Beruf:Maschinist
Lieblingsfilm:S.A.W
Lieblingsmusik:Onkelz
Lieblingsspeise:Scampis
Lieblingsgetränk:Bier
Hobbies:hmmmm
Was magst Du gar nicht:Ignoranz
Wie bist Du auf das Board gekommen:Google
Grösster Persönlicher Wunsch:Glück
Welche 3 Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen:Rechner, Bier, Dope
[]

Zitate die, die Welt bewegten
Auch dieses mal haben wir wieder einige interessante Zitate aus ihrem Zusammenhang gerissen.

»"Es ist doch immer wieder schön aufs Board zu kommen und einen Thread zu sehen den man verfasst hat ohne sich im geringsten zu erinnern das man ihn geschrieben hat "«
Zitat von Skalp zum Thema Wochenende und Einmannparty Originalzusammenhang

»"Nur weil man Sex mit jemanden hat und vielleicht ein paar gemeinsame Kinder ist das ja noch lange kein Grund gleich plump-vertraulich zu werden "«
Zitat von Grainger zum Thema Den Freund darf man duzen, den Freund und Helfer auch? Originalzusammenhang


Der erhobene Zeigefinger


In vielen Webshops ist es heute Standart, dass die Ware als Packet versendet wird. Wer eine andere Versandart wünscht, muss an der entsprechenden Stelle ebend einen Hacken machen.

Wer beim Lesen dieses Satzes nichts gespürt hat, dem verraten wir -HIER- ein Geheimnis.

Bei allen anderen entschuldigen wir uns aufrichtig für die vermutlich verursachten Augen- bzw. Kopfschmerzen...





Rätselecke


Gesucht wird eine Musikgruppe



News
Support-Forum für den freeCommander

Wie hier zu lesen ist, sucht das Supernature-Forum Kooperationspartner. Das Wohlfühlboard profitiert dabei durch eine Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Partner von unserer Infrastruktur und der hohen Zahl an regelmäßigen Besuchern.

Als jüngstes Projekt hat kürzlich das offizielle Supportforum für den freeCommander eröffnet. Der freeCommander ist ein praktischer und kostenloser Dateimanager, der mit unserer Unterstützung hoffentlich viele zusätzliche Freunde findet.

Neu im SNF: Der Supernature Racing Club [SRC]
Für den Electronic Sports World Cup 2006 wurde unter anderem ein Autorennspiel namens TrackMania ausgewählt. Um möglichst viele Spieler anzusprechen wurde eine spezielle Version zum freien Download angeboten: TrackMania Nations ESCW . Der Trick hat funktioniert und dieser Erfolg hat mehrere Gründe.

Das Spiel ist kostenlos, man kann sich online mit anderen Spielern messen und es wird ein für Profis und Anfänger gleichermaßen angenehmes Gameplay geboten. Erstere müssen keine Angst haben, dass ihre neue Bestzeit kurz vor dem Ziel von einem querstehenden Anfänger versaut wird und die Neulinge sind vor drängelnden Möchtegernprofis sicher. Der Grund: Man muss andere Autos nicht überholen, man kann einfach durch sie durch fahren.

Dazu kommt die Möglichkeit sich sein Auto selbst anzumalen. Wer den Standardrenner nicht mag, kann sich aus dem Internet einen Fiat 500, einen Ferrari oder ein UFO herunterladen. Und mit einem kleinen Zusatztool und einem normalen Grafikprogramm lassen sich sogar richtige kleine Kunstwerke erstellen. Damit das Spiel nicht langweilig wird, kann man sich sogar eigene Strecken bauen und dabei seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Auch bei uns auf dem Board hat TrackMania voll eingeschlagen. Es ist gerade mal gute zwei Monate her, da flatterte die Meldung über den kostenlosen Download in's Haus und schon hat das Board neben dem UT-Clan [SNC] auch einen Supernature Racing Club [SRC] und natürlich einen eigenen TrackMania-Server. Dort sind fast jeden Abend [SRC]ler anzutreffen, die sich auf die Jagd nach neuen Bestzeiten machen, ihr neuestes Auto spazieren fahren oder schauen, wie sich die Strecken der Mitglieder so fahren lassen.

Das Wichtigste ist damit eigentlich schon erledigt, allerdings fehlt dem Club noch ein Logo und auch die Clubregeln sind noch nicht ausgefeilt. Immerhin konnte aber mit sErPeNz und Adimadarusan schon mal das Führungsduo des Clubs bestimmt werden. Die beiden werden gemeinsam mit den Gründungsmitgliedern festlegen, ob der Clubserver wie beim [SNC] an bestimmten Tagen auch für Gäste geöffnet sein wird und welche Anforderungen an Interessenten gestellt werden, die dem Supernature Racing Club beitreten wollen. Sobald diese grundlegenden Fragen geklärt sind, wird der [SRC] im Forum und auf der (noch nicht fertiggestellten) Clubpage, die Regeln veröffentlichen. Neben diesen "normalen" Aufgaben wartet aber auch noch eine Spezialaufgabe auf die Leader: Es wurde bereits ein internes Turnier angeregt, dass nun organisiert werden muss....

Den beiden wünschen wir gutes Gelingen, dem Club ein langes Leben und allen Fahrern viel Spaß!
Schlusswort

Da war doch noch was?

Die SNN berichten regelmäßig über die Themen, die das Board bewegen - so auch dieses Mal. Aber war da nicht noch was? Fehlt da nicht irgendein Ereignis?

In der Tat, da wurde was ausgelassen. Aber fehlt uns das hier wirklich? Nein, ganz sicher nicht - es gibt nämlich keinen Grund, sich von den aktuellen Ereignissen weiterhin die Laune versauen zu lassen. Bis sich etwas Entscheidendes tut, werden sowieso Wochen, vielleicht Monate vergehen.

Was wir derzeit aber haben, sind viele viele Besucher, die über diese Geschichte zu uns reinschneien und sich umschauen. Zeigen wir Ihnen, was wir drauf haben! Und ansonsten...

...passt bitte auf Euch auf!
Impressum

Die Boardzeitung SNN ist exklusiv für das Supernature-Forum und erscheint manchmal monatlich. Unser Humor soll keinesfalls beleidigen oder verletzen. Wer dennoch Grund zur Klage hat, möge sich bei uns melden und wir werden der Sache auf den Grund gehen.

Die SNN wird zwar von einem festen Team zusammengestellt, Gastredakteure sind uns aber immer willkommen. Euer Beitrag kann aus Tipps, Anregungen, Ideen oder Texten bestehen, wir nehmen alles und wer weiß, vielleicht werdet Ihr ja berühmt..
SNN Ausgabe 30 veröffentlicht am 31.03.2006 Exclusiv für das Supernature-Forum
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© 2002-2010 SNN-Team. Sämtliche Beiträge dieser Ausgabe dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers/Erstellers (SNN-Team, wenn nicht anders angegeben) verwendet werden.