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Vorwort
von arcanoa

Hallo liebe er- und belesene Leser,

kaum klappten wir die Sonnenschirme ein, deckten den Pool ab, räumten die letzten verbliebenen Krümel aus den Reisetaschen, da steht auch schon die neue Ausgabe der SNN vor der Tür. Trotz unserer Sonnenbräune und den Cocktailgläsern, die hier immer noch - prall gefüllt - mit Kais Pirhanas und lecker Kuba Liebe, die Runde machen, sind wir doch ein ganzes Stück weit gekommen und können Euch heute die neueste Ausgabe der SNN präsentieren.

Wir zeigen, wie man mit Fleisch richtig und gesund leben kann, zeigen Euch Supis wahre Seiten, begleiten einen Tag lang einen großen Bauingenieur bei seiner Arbeit, und, und, und ...

Auf jeden Fall ziehen mich die immer noch existierenden sommerlichen Gefühle und leicht bekleideten Mädels leider wieder hinaus ins harte Leben.


Und so bleibt mir wieder nur eines zu sagen:

Viel Spaß bei der neuesten Ausgabe der SNN

Das Ende der Nahrungskette

Bei einem Bummel durch die Stadt mache ich neuerdings immer einen riesen Bogen um alle Döner-Buden, selbst meine Lieblings-Döner-Bude bleibt davon nicht verschont. Aber da mir mein Leben lieb und teuer erscheint, ist das leider notwendig, auch wenn mich Döner-Ali seither nicht mehr grüßt. Aber ist ja auch allerhand was man so alles über Gammelfleisch liest und sieht. Da kann es einem ja richtig schlecht werden.

Als ich kürzlich nach einem ausgedehnten Stadtbummel nach Hause kam, empfing mich meine Frau freudenstrahlend mit den Worten: "Liebling, heute gibt es feinen Rinderbraten, Dein Leibgericht". "Rinderbraten?" schoss es mir durch den Kopf, war da nicht einmal etwas mit BSE?". Schweißperlen benetzten meine Stirn, als mir bewusst wurde, dass ich noch viel zu jung war, um an Rinderwahn zu sterben. Geistesgegenwärtig holte ich den Braten aus dem Ofen und beförderte ihn in die nächste Mülltonne. Daraufhin sprach meine Frau den ganzen Tag lang nicht mehr mit mir, aber irgendwann wird auch sie begreifen, dass ich ihr gerade das Leben gerettet habe.

Sie schien ihre Lektion gelernt zu haben, denn am nächsten Tag gab es feine Schweineschnitzel. Ich wollte gerade ein Stück des leckeren Fleisches herunterschneiden um es mir genussvoll auf der Zunge zergehen zu lassen, als sich Bilder der letzten Tagesschau in meinen Kopf gruben. Diese Bilder zeigten einen Bauernhof, der von der Schweinepest heimgesucht wurde. Hunderte der armen Kreaturen musste man töten und - entschuldigen Sie den pietätlosen Ausdruck - entsorgen. Entsetzt ließ ich das Besteck fallen und schlug meiner Frau, die gerade im Begriff war ein Schnitzelstück in ihrer Mundhöhle verschwinden zu lassen, die Gabel mitsamt demselben aus der Hand. Unter Fluchen und Schimpfen verließ sie daraufhin das Zimmer und mir wurde erneut bewusst, dass es keine Dankbarkeit mehr auf dieser Welt gibt.

"Liebling", säuselt mir eine wohlbekannte Stimme am nächsten Tag aus Richtung Küche entgegen.
"Heute gibt es weder Rind noch Schwein".
"Prima" entgegnete ich und begab mich, getrieben von unbändigem Hunger, in Richtung Küche.
Dort angekommen offenbarte sich mir das Grauen schlechthin:
auf dem Tisch räkelte sich ein Hähnchen und blickte mich höhnisch an.
"Hähnchen?" rief ich entsetzt.
"Ja mein Schatz, saftig und knusprig"
"Aber hast Du noch nie etwas von Vogelgrippe gehört?"
"Wir sind doch alle gegen Grippe geimpft"
"Das wirkt bei Vogelgrippe nicht"
"Aber wir sind doch keine Vögel"
"Und was war das heute Nacht"
"Ach - Und jetzt kann ich fliegen, oder was?"
"Du nicht, aber das Hähnchen."

Und so nahm ich dasselbe und warf es zum bereits geöffneten Fenster hinaus. Kurze Zeit später klingelte es an der Türe und als ich öffnete stand ein netter Polizist davor. "Sagen sie mal, gehört dieses Hähnchen hier zu ihnen?" fuhr er mich mürrisch an und hielt mir den gebackenen Vogel direkt unter die Nase. Aber was sind schon 500 Euro Schmerzensgeld gegen das Gefühl, mal wieder etwas richtig Gutes getan zu haben. Nur die 100 Euro wegen Beamtenbeleidigung tun dann schon ein wenig weh.

Sie meinte es ja wirklich gut meine Frau, aber musste sie mir am nächsten Tag unbedingt dieses Reisrisotto auftischen? Etwas verstört suchte ich sogleich das Gespräch mit meiner Frau.

"Aber Liebling, Du wirst mir doch hier kein Genreis unterjubeln wollen?"
"Gen...was"
"G E N R E I S, wer weiß, was das alles für Auswirkungen hat?"
"Auswirkungen?"
"Ja - wegen den Genen."
"Gene? Aber wir haben doch alle schon Gene in uns."
"Sicher, aber was passiert, wenn sich die Gene des Reises mit den meinen nicht vertragen?"
"Aber manche Gene sollen ja das Wachstum fördern."
"Stimmt, aber was ist, wenn etwas wächst das vorher kaum sichtbar war?"
"Ach Liebling, willst Du nicht doch gleich den ganzen Topf leer machen...?"

So ging das nun Tag für Tag, auch gegen Blei im Fisch und Pestiziden im Salat hatte meine Frau keine wirklichen Gegenargumente.

Und nun sitze ich hier auf meiner Wolke und stiere in Gedanken vor mich hin.Hätte ich nur damals nicht soviel Zeitung gelesen, dann wäre ich auch nicht verhungert.


[Astrominus]

Zitate die, die Welt bewegten
Auch dieses mal haben wir wieder einige interessante Zitate aus ihrem zusammenhang gerissen.

»"Bekomm ich eigentlich auch für 10 (oder mehr) Kinder Kindergeld, nur weil ich das Gerät dazu habe welche zu machen???"«
Zitat von luckyotze zum Thema GEZ Gebühren für ComputerOriginalzusammenhang

»"..... und wenn man glaubt, dass man nichts glaubt, so ist man auch gefestigt "«
Zitat von ungezogene zum Thema Eine weltweite Botschaft!Originalzusammenhang

»"Ernst gemeinte Zuschriften auch per pn - lustig machen über mich auch gerne öffentlich"«
Zitat von sandro zum Thema Aquarianer hier?Originalzusammenhang


Steckbrief

Diesmal mit:
AnnA
Nick:AnnA
Vorname:Katrin
Alter:37
Familienstand:ledig
Anz.Kinder:2 Töchter 15 und 7 Jahre]
Wohnort:Hansestadt Rostock
Beruf:Bürokauffrau
Lieblingsfilm:Fightclub
Lieblingsmusik:Annie Lennox
Lieblingsspeise:Rouladen
Lieblingsgetränk:Kaffee, Kaffee.......ach und sagte ich schon Kaffee??
Hobbies:Computer in und mit all seinen Facetten, Musik, Tanzen, Lesen, Sportliches Allerlei
Was magst Du gar nicht:Lügen, Ungerechtigkeiten, Feigheit, Inkonsequenz, leere Versprechungen
Wie bist Du auf das Board gekommen:Empfehlung eines Freundes
Grösster Persönlicher Wunsch:GESUNDHEIT
Welche 3 Dinge würdest Du auf eine Einsame Insel mitnehmen:Computer , MP3-Player, Nahrung
[]
Der große Tag am Pass

Aschfahl und Nebelbehangen war der Morgen, als Jürgen aus seiner Schlafecke kroch - so wie jeden Morgen, wenn er seinen langen, beschwerlichen Weg hinüber zur Gebirgsseite antrat. Heute mußte er endlich seine Arbeit vollenden. Heute ist der große Tag für all die Mühen und Schweiß, die er in den letzten Monaten in sein Projekt investierte.

Die Durststrecke war lang, zugegeben, und allmählich zehrte er von seinen Reserven. Sein Körper war ausgemergelt von den Strapazen und das einstige Funkeln in seinen Augen, das so viel Leben und Freude ausstrahlte, verblasste langsam. Die Planungen, die Skizzierungen der Wege, das Vermessen und Stecken der Ausweichpfade, falls Geröll die Hauptroute blockierte. Die Beseitigung der Trümmer, die nach solch einem Steinschlag zwangsläufig weggeräumt werden mußten, überließ er zum Glück seinen Helfern, die - auch ohne seine Anweisungen - ohne Murren die schweren Kolosse beiseite räumten.

Jürgen hatte versprochen, dass der Weg nun heute endgültig fertig wird und bequem zu Laufen sei. Das hatte er schon ein paar Mal getan, dieses Versprechen gegeben, es sei alles so weit, doch konnte er es bisher nicht halten. Der Grund war hauptsächlich der Nachbarstaat, über dessen Grenzen der neue Weg hinauf zum Gipfel führen sollte. Es war die leichteste und flachste Route über den Paß. Denn schon viele verloren am Nordhang ihr Leben. Junge, unerfahrene, aber auch ältere Bergsteiger mit viel Wissen und Routine.

Leider wurden früher mit diesem Staat keine diplomatischen Beziehungen gepflegt, so, daß eine Durchquerung des Gebietes oft durch die Willkür der Grenzer und sonst patrollierenden Soldaten, beendet wurde. Jürgen unterbreitete seiner Regierung den Vorschlag, hier bitte für Abhilfe zu sorgen, durch ein Abkommen oder ein Wegerecht oder dergleichen. Das konnte auch schließlich nach langen und zähen Verhandlungen erreicht werden.

Und so war es heute der große Jürgentag. Stolz, mit erhobenen Haupt, blickte er ins Tal und auf das Erreichte, wo schon die ersten Straßenarbeiter den langen Aufstieg wagten. Der Festplatz für die Feierlichkeiten war schon herrlich vorbereitet und überall glitzerte und funkelte das Morgenlicht auf dem noch nassen Gras zwischen den Anhöhen.

Eine lange Kolonne brachte schon das Festtagsessen mit großen Hallo zum Gipfel. Jürgen holte, angesichts des lebendigen Treibens, das ihm den Morgen so versüßte, noch einmal tief Luft und stürzte sich prallbrüstig ins Getümmel. Die Strapazen und Sorgen waren wie weggeblasen, die Sonne schob sich nun endgültig über den Berg und Jürgen wurde mit viel Beifall und Schluterklopfen begrüßt.

Alle waren sie gekommen, um die große Paßüberquerung persönlich mitzumachen, auch waren sie dazu eingeladen worden. Und Jürgen vorneweg. Jetzt fühlte er sich erleichtert und in seinen Theorien bestätigt, daß Vieles, was nicht machbar scheint, doch gelingen kann, wenn nur daran geglaubt wird. Und das taten sehr Viele. Die Zeremonie kam nun zu ihrem Höhepunkt, Jürgen wurde geehrt und bekam die Schere überreicht, mit der er das symbolischen Band des Neubeginns durchtrennen sollte. Jubel überall. Und er schnitt. Die ganze Feiergesellschaft konnte sich vor Glück und des frenetischen Jubels nicht mehr halten und eine schier endlos scheinende Menge stürmte auf den Bergkamm.

Es war vollbracht! Die Südroute war für alle geöffnet. Und ein langer Treck zog sich kollonnenartig durch den gesamten Gebirgszug, über den flachen Südpaß hinauf zum Kamm, um auf der anderen Seite endlich Zugang zu den besten Wirtschaftsgütern zu erlangen, auf die das Volk und seine Regierung schon so lange warteten.

Von der Königin bekam Jürgen das goldene Blatt verliehen, der höchste Orden, den man im Staat erhalten konnte. So zog er von dannen, unser Jürgen.

Und mich freut es immer wieder, wenn ich unsere Leser für all die kleinen Ereignisse am Wegesrand - hier das bunte Treiben eines Ameisenhaufens beim Bau einer Ameisenstraße - fesseln konnte.
[arcanoa]
Das Geschäft mit dem Negativimage

Man muss heutzutage schon die richtige Strategie haben, um erfolgreich zu sein. Ob im Geschäft oder auf der Bühne des Lebens, das erste Ekelpaket auf der Bühne des Lebens war für mich Klaus K. in Gestalt eines Nosferatu. Mein Gott, den wollte doch nun wirklich niemand neben sich im Bett liegen haben oder sich als den neuen Schwiegersohn vorstellen. Jahre später kam dann ein gewisser Dieter B. aus Tötensen, der aus andere Weise unangenehm auffiel. Der hatte nicht die düstere Mine eines Klaus aufgesetzt, nein es war dieses Grinsen das alles zusammenzog. Er wiederum konnte es schnell zu Muttis Liebling bringen, denn er war auch noch reich. Nur singen durfte man ihn nicht lassen, aber das war seine Masche. Komischerweise hat er sein Geld nicht mit den Pausen verdient, sondern mit Thomas. Aber diese Geschichte kennt ihr ja.

Und wie sieht es im Business aus? Ok, Leute bescheissen ist ja nicht neu. Aber wie kann man zum Beispiel auch mit negativen Dingen Geld verdienen? Ganz einfach: mit der richtigen Strategie und dafür gibt es ein aktuelles Beispiel, den Fußball.

Wie das?
Nun, es gibt sicher genauso viele Fußball-Hasser, wie es Fans gibt. Und da ist der Ansatzpunkt, den Hassern muss man etwas bieten, damit diese ihren Hass auch zeigen können. Unter wmhasser.de findet man dann auch schnell als Endverbraucher und WM-Hasser das richtige Equipment. Allerdings würde ich als Spargeltarzan (Richtung Supi blickend) nicht mit einem WM-Hasser-T-Shirt in der Öffentlichkeit herum laufen. Das könnte blaue Flecken geben.

Zur Klientel zählen u.a. der typische "Samstagabend-vor-dem-Fernseher-Hocker", der dort bei Mutti "lieb Kind" machen will und das T-Shirt frisch nach dem Duschen anzieht. Igitt, das ist schon derbe damit ein Geschäft zu machen. Aber Geld stinkt nicht und Skrupel haben nur die Weicheier, die nix auf die Reihe bekommen. Ein anständiger Kerl besorgt sich seinen T-Shirt-Stuff in der Hölle.

So, dann verratet mir doch mal ein paar Dinge, die ihr nicht leiden könnt. Vielleicht kommen wir ja ins Geschäft.
[Gamma-Ray]
Sonntagmorgen

Mit meinen fast 40 Jahren neigt sich meine Fußballerkarriere, die mich mangels Talent nur selten über die Kreisliga B (2. von unten) hinaus führte, so langsam dem Ende entgegen. Trotzdem kann ich ja beim Schauen noch locker mithalten und so hatte ich das Ende der Sommerpause herbeigesehnt, um unserer zweiten Mannschaft (ich spiele in der Dritten) beim Start in die Saison zuzusehen.

Lange schlafen (bis 9:30) gemütlich frühstücken und dann um 10:30 pünktlich zum Anpfiff mit der Cola in der Hand auf der Terrasse des Vereinsheims stehen und das Spiel anschauen. Das war der Plan. Dazu kam es aber leider nicht. Ich erhielt am Freitag einen Anruf vom Trainer der zweiten Mannschaft. Es herrsche akute Personalnot. So akut, dass sie sogar auf mich zurückgreifen müssen. Selbst der Hinweis auf meinen erst kürzlich zurückliegenden Spaghetti- Toskana-Urlaub und meine ganzheitlich katastrophale körperlicher Verfassung konnte den Trainer davon abbringen, mich in den Kader aufzunehmen. Da nutzte es auch nichts mehr, dass ich darauf hinwies, dass ich seit über zwei Monaten keine wesentliche Bewegung mehr hatte und sich die Anzahl meiner Trainingseinheiten auf genau Null summierte.

Statt an den Frühstückstisch setzte ich mich am Sonntag Morgen 9:30 (morgens halb zehn in Deutschland) also auf die Bank in der Kabine und war bereit mir die Trikotnummer im Bereich 12-15 zuweisen zu lassen. Dadurch hätte ich meine körperliche Belastung zumindest um mindestens 45 Minuten reduzieren können, falls nicht zufälligerweise jemand verletzt werden würde. Tja, Pech gehabt. Die Rechnung lautete nicht x > 11 < 45. Sondern 5 = 90. Und das war schlicht unmöglich, sowohl mathematisch als auch körperlich.

Das schöne an der dritten Mannschaft ist, dass ich unter Gleichaltrigen bin und wir über die Jahre die notwendige Gelassenheit entwickelt haben, die den wahren Genuss am Fußballspiel erst ermöglicht. Man trifft sich erst so ungefähr um 9:45 und trinkt dann erst mal gemütlich einen Kaffee, bevor man sich umzieht. Diese Gelassenheit erstreckt sich natürlich auch auf das Aufwärmen vor dem Spiel. Da bolzt man auf's Tor, trabt gemütlich zwei, drei Platzbreiten oder begnügt sich mit einer Breite Hopserlauf. Ich hatte mir den lockeren Trab gefolgt vom Hopserlauf angewöhnt, wobei ich danach erst mal eine Pause einlegen musste, um rechtzeitig zum Spiel wieder bei Atem zu sein.

Dementsprechend habe ich mich auch bei der Zweiten warm gemacht und mich gerade zum Luftholen auf die Ersatzbank gesetzt, als unser Spielführer zum gemeinsamen Aufwärmen rief. Ich erhob mich also wieder und lief noch einmal zwei, drei lockere Platzbreiten. Und dann noch mal zwei, drei Platzbreiten mit verschiedenen gymnastischen Übungen. Und dann noch mal zwei, drei Platzbreiten mit erhöhter Geschwindigkeit. Zum Schluss noch ein paar Steigerungsläufe und zwei, drei Sprints. Normalerweise absolviere ich mit dieser Laufleistung ein ganzes Spiel und dieses mal hatte ich noch nicht einmal den Anpfiff gehört. Den hörte ich auch ein paar Minuten später nicht, weil mir immer noch das Blut in den Ohren rauschte.

Das Spiel lief gut, ich erfüllte meine Aufgabe einigermaßen zufriedenstellend und wir lagen bei gleichmäßig verteilten Spielanteilen zur Halbzeit unglücklich mit 1:0 im Rückstand. Für mich war es ein toller Erfolg nach 45. ohne Hilfe von Mitspielern zur Bank zu gehen. Ich fühlte mich nicht annähernd so schlecht, wie ich es erwartet hatte. Die zweite Halbzeit begann nach Maß und wir erzielten den verdienten Ausgleich. Ab der 60. Minute ging's dann aber bergab. Es ist klar, dass man mit dem Alter nicht mehr ganz so fix ist und den einen oder anderen Ball nicht mehr erwischt, den man früher locker erlaufen hätte. Dass man auch Bälle, die lange in der Luft sind plötzlich nicht mehr richtig einschätzen kann, war mir indes neu. Ich lernte es auf die harte Tour. Der Ball war vermutlich mehrere Minuten in der Luft, um mich herum war weit und breit niemand, der mich hätte bedrängen können und ich wusste eigentlich schon, wohin der Ball geflogen wäre, wenn ich ihn denn getroffen hätte.

Habe ich aber nicht und deshalb kam der Gegner zur erneuten Führung. Dadurch kamen wir immer mehr unter Druck und ich war gezwungen mich noch mehr zu bewegen. Es kam wie es kommen musste, ein 40 Jahre alter Körper lässt sich nicht durch ein bisschen Aufwärmen austricksen. Erst zwickte die eine Wade, dann die andere und dann auch mal beide zusammen. Hätte mein Gehirn noch genügend Sauerstoff bekommen, hätte ich mir wohl gedacht, wie schön es doch gewesen wäre, draußen zu sitzen und einfach nur zuzuschauen.

Und als ich da so vor mich hintaumelte, wir noch die Tore 3 bis 5 fingen und ich nur noch auf den Schlusspfiff wartete, nervte mich zu allem Übel auch noch eine Wespe, die wohl Spaß daran fand, meinen Kopf zu umkreisen. Mit einem meiner unkoordinierten Schläge erwischte ich sie dann überraschenderweise, als sie gerade auf der Rückseite meines Kopfes zu einer neuen Runde ansetzte. Ich traf sie und sie fiel. Nicht zu Boden, sondern in den Kragen meines Trikots. In den Schweißbächen, die an meinem Rücken gen Boden strömten, geriet sie verständlicherweise in Panik und tat das, was Wespen dann tun. Sie stach zu. Alles hat seine gute Seiten, sage ich immer. Und so spürte ich den Schmerz des Stiches nur noch durch den Nebel der Erschöpfung und verdrängt durch die Konzentration auf die Vermeidung beidseitiger Wadenkrämpfe.

Am folgenden Montagmorgen saß ich auf meinem Bürostuhl und hatte diese schrecklichen Ergebnisse wieder weitgehend verarbeitet. Ich musste nur noch überlegen, wie ich am Abend wieder aus dem Stuhl hochkommen sollte. Bereits beim Aufstehen merkte ich die typischen Anzeichen eines Muskelkaters, wobei "Kater" eindeutig das Ausmaß der bevorstehenden Schmerzen verniedlichte. Dabei wollte ich eigentlich nur auf der Terrasse des Vereinsheims stehen und mir mit der Cola in der Hand ein Fußballspiel ansehen.

[chmul]
Der kleine Fingerzeig


Ob es zwingend notwendig ist, in der der Schriftsprache Worte zu verstümmeln, sei einmal dahin gestellt. Wenn man es aber tut, dann sollte man sich wenigstens an die grammatischen Regeln halten. Aus "Ich habe einen Hund" wird so bekannterweise "Ich hab' 'nen Hund". Die Silbe "ei" wird also einfach ausgelassen. So weit so gut. Nur passt "'nen" nicht immer. Die korrekte Verwendung hängt nämlich ganz entscheidend vom Geschlecht des Objekts ab. So müsste es analog eben "'ne Handtasche" oder "'n Haus" heißen. Der häufig verwendete Threadtitel "Ich hab' 'nen Problem" ist hingegen nicht nur falsch, sondern erzeugt beim Lesen auch noch körperliche Schmerzen!
is ja n'Ding

von Astrominus
Wenn chmulchen mit'nem Finger zeigt, hoffe ich immer das es mich net trifft.
Nicht das ich damit nen Problem hätte, aber peinlich isses mir schon. Das n'Objekt auch nen Geschlecht hat ist mir neu und wenn schon "analog" zur Sprache kommt, muss dieses dann nicht im Digitalzeitalter automatisch total veraltet sein?
Ich will doch unseren Lesern schmerzen bereiten.
Aber nur an den Lachmuskeln.
Doch was reg' ich mich überhaupt auf, das geht mich doch eigentlich gar nix an.
Haus hab ich net, Hund will ich net und ne Handtasche brauch ich net.

Schlusswort

Damit wären wir auch schon wieder am Ende unserer SNN und wie immer hoffen wir von der Redaktion, dass Ihr ein wenig Spaß an unseren geistigen Ergüssen hattet. Und mit diesem gelungenen Wortspiel möchten wir Euch heute schon auf die nächste Ausgabe neugierig machen. Die Ausgabe 34 wird alles bisher Dagewesene in den Stall Schatten stellen und Euch ungewohnte Lust bereiten. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber *oink* *oink*!

Aber da wir gerade erst die 33 fertiggestellt haben, wird's wohl noch etwas dauern mit der nächsten Ausgabe. Bis es soweit ist ...


... passt bitte auf Euch auf!

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Die Boardzeitung SNN ist exklusiv für das Supernature-Forum und erscheint manchmal monatlich. Unser Humor soll keinesfalls beleidigen oder verletzen. Wer dennoch Grund zur Klage hat, möge sich bei uns melden und wir werden der Sache auf den Grund gehen.

Die SNN wird zwar von einem festen Team zusammengestellt, Gastredakteure sind uns aber immer willkommen. Euer Beitrag kann aus Tipps, Anregungen, Ideen oder Texten bestehen, wir nehmen alles und wer weiß, vielleicht werdet Ihr ja berühmt..
SNN Ausgabe 33 veröffentlicht am 29.09.2006 Exclusiv für das Supernature-Forum
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