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Vorwort
von SNN-Team

Liebe Leser,

es tut uns leid. Wir geben es zu, wir haben uns einen Hauch zu lange auf unseren Lorbeeren ausgeruht! Nicht, dass wir sie nicht verdient hätten, aber irgendwie scheinen Lorbeeren bequemer zu sein als man gemeinhin vermutet.

Wie dem auch sei, wir sind eben aufgewacht und haben mit Erschrecken festgestellt, dass schon April ist. Das ist zum Einen unglücklich, weil wir diese Ausgabe eigentlich Anfang des Monats veröffentlichen wollten und zu Anderen recht knapp, weil die Boardparty vor der Türe steht und wir uns bald mal Gedanken darüber machen sollten, ob wir auch in Ühlingen eine gedruckte SNN verteilen wollen.

Womit wieder einmal die Gültigkeit der Redewendung "Die Strafe folgt auf den Fuß" (oder dem Fuße? :hä?) bewiesen wäre. Hätten wir nicht unseren Lorbeerschlaf so lange ausgedehnt, hätten wir weniger Stress. Aber das geschieht uns recht und wir nehmen das zum Anlass uns zu bessern. Der erste Schritt ist schon getan, wir haben die Aprilausgabe noch im April veröffentlicht.

Dieses Mal haben wir absichtlich nicht so gute Texte geschrieben, damit wir nicht die Boardparty verpassen, weil wir schon wieder... Ihr wisst ja, die Lorbeeren!

Viel Spaß beim Lesen!


Da kommt was auf uns zu!

Große Dinge werfen Ihre Schatten voraus, was schon andeutet, dass es dieses mal nicht um unseren verehrten Chef Astro handelt. Nein, es geht um die Fortsetzung einer Reihe von Großereignissen, die nach vielen Jahre zum ersten mal wirklich den Süden Deutschlands heimsucht beglückt. Die Älteren unter unseren Lesern mögen sich noch erinnern, welch spektakulären Ereignisse sich in Grün/Unterharmersbach zutrugen. Bisher kaum ein mal so weit in den Süden unseres schönen Landes vorgedrungen, wirkte sich die Luftveränderung äußerst unterschiedlich auf die Besucher aus. Vom freundlichen Versuch alte Rechnungen "draußen" zu begleichen, über ungewöhnliche Plattenpflege, falschem Feueralarm wegen eines qualmenden Autos, bis hin zur illegalen Ablagerung von Mageninhalt berichten noch heute die Legenden.

Nach einer Erholungsphase in Hamburg, Zella-Mehlis und Kassel, wagt sich eine Gruppe Unerschrockener nun noch weiter in den Süden. So weit, dass man fast das Sagen umwobene Land der Schweizer sehen kann, jenen Volkes, das vier Amtssprachen und noch mehr Berge besitzt. Ja, es ist wahr, im südbadischen Ühlingen trifft sich die Elite des Internets und auch ein paar eingefleischte Boardies werden erwartet. Der idyllischen Lage im Südschwarzwald angepasst, erwartet die internationale Schar der Teilnehmer eine wahre Fülle von aufregenden Programmpunkten. Je nach Witterung wird beispielsweise ein eingeborener Führer die Besucher zu einem echten Ameisenhaufen bringen, wo lebende Ameisen beobachtet werden können. Doch damit nicht genug, "Natur fühlen im Suff", "Übergeben unter Tannen" oder "Mitternachtsschneematschtreten" sind weitere Höhepunkte der Veranstaltung, die auch in diesem Jahr wieder auf SNN-TV zu sehen sein wird (aus Sicherheitsgründen mit zeitlichem Versatz von ein paar Wochen ausgestrahlt).

Im Forum der SNN halten wir für unsere Leser nicht nur alle wichtigen Informationen bereit, sondern haben noch ein unschlagbares Angebot für alle Jene, die ebenfalls dabei sein wollen. In Zusammenarbeit mit dem Supernature-Forum haben wir einige Pakete geschnürt, die so nirgendwo anders zu finden sind. Zwei bis vier Übernachtungen, Gala-Diner, Boardparty und ein unvergessliches Naturerlebnis können völlig kostenlos (mit Ausnahme der Telefon- oder E-Mailgebühren) über die SNN gebucht werden. Ja, sie haben richtig gelesen. Die Buchung ist völlig kostenlos. Lediglich die Kosten für Anreise, Unterbringung, Speisen und Getränke, sowie für Ausflüge und Sonderaktionen müssen von Ihnen selbst getragen werden. Und das Beste: Jeder Teilnehmer erhält eine umfangreiche Dokumentation und ein individuelles Geschenk im Wert von mehreren Cents. Falls es sich organisatorisch einrichten lässt, besteht dann sogar noch, quasi als Sahnehäubchen, die Chance zur Teilnahme einer Verkaufsveranstaltung der Firma RheumaFixx, die Ihnen vollkommen unverbindlich die neuesten Produkte im Bereich Decken und Nierengurte vorstellen möchte. Die Teilnahme ist natürlich freiwillig, es wird lediglich gebeten vor Beginn nochmals die Toilette aufzusuchen, da die Türen aus technischen Gründen erst eine Stunde nach Ende der Verkaufsshow wieder geöffnet werden können.

Wahnsinn sagen Sie? Zu Recht! Wer sich diese Chance entgehen lässt und sich am 19.05.07 etwas anderes vornimmt, sei gewarnt. Er wird es den Rest seines kümmerlichen Lebens bereuen und auf ewig wie ein Aussätziger behandelt werden. Also überlegen Sie es sich gut. Die SNN weist natürlich jeden Verdacht von sich, den Lesern drohen zu wollen, aber uns liegen Berichte aus psychiatrischen Kliniken vor, in denen Menschen behandelt werden, die nicht zu den früheren Boardpartys kommen wollten. Und glauben Sie uns, das wollen Sie nicht erleben!

In diesem Sinne, auf geht's nach Ühlingen zur Boardparty 2007!


[chmul]
SNN exklusiv: Medizinische Sensation!

Wir hatten schon so manches exklusive Thema hier in den SNN behandelt und dabei
auch vor heißen und schwierigen Bereichen nicht halt gemacht.
Was wir Euch aber dieses Mal zu bieten haben, stellt alles bisher Dagewesene in
den Schatten. Es ist keinesfalls übertrieben zu behaupten, der Nobelpreis sei
uns praktisch nicht mehr zu nehmen - und das ausgerechnet auf dem Gebiet der Medizin!

Aber kommen wir zur Sache:
Kennst Du das auch? Du befindest Dich auf einer Geburtstags-, Silvester- oder
einer sonstigen Party zusammen mit der Familie und/oder Freunden.
Es ist ungefähr eine Stunde her, als das Essen serviert wurde und Du auf die Frage
"möchtest Du noch was?" mit schmerzverzerrter Leidensmiene geantwortet hast:
"Nein, danke, es war wirklich superlecker, aber ich kann einfach nicht mehr".

Der Blick in die Runde zu diesem Zeitpunkt: angestrengtes Kauen, um die letzten
Bissen herunterzubekommen, Körperbeherrschung per Excellence beim Typen neben Dir,
der es unter Aufbringung aller Kraftreserven gerade eben so schafft, beim Rülpsen
nur die Luft aus dem Mund schwappen zu lassen. Der unvermeidliche Bauer, der am
Tisch ungeniert den Hosenknopf öffnet - und die ebenso zum Standard gehörende
Hungerhacke, die die Augen verdreht, als hätte sie gerade eine halbe
Sau vertilgt, obwohl die nur geringfüge Verschmutzung ihres Tellers eine andere
Geschichte erzählt.

Egal, wo man also hinschaut: Völlerei pur, sattgefressene Menschen, von denen sich
nicht wenige so fühlen, als müssten sie in den nächsten Sekunden das gleiche Schicksal
erleiden wie der bedauernswerte Mr. Greasothe in "Der Sinn des Lebens".
Unvorstellbar, dass auch nur Einer oder Eine von ihnen in den nächsten 6-8 Stunden
in der Lage wäre, auch nur geringste Mengen Nahrung zu sich zu nehmen.

Das alles ist, wie gesagt, eine knappe Stunde her. Und nun betritt der Gastgeber
den Raum, zwei große Schüsseln vor sich her tragend. Gefüllt sind diese mit
Kartoffelchips, Erdnussflips, Salzstangen und dergleichen - eben das, was der
Volksmund gemeinhin als "Knabberzeug" bezeichnet.

Wen wundert es, dass nun allgemeines Stöhnen vernehmbar ist. Manch einer wird
auch deutlicher und verwendet Sätze wie "Lass bloß diesen Scheiß weg!".
Doch vergeblich, mit rücksichtsloser und kompromissloser Gastfreundschaft werden
die Schüsseln auf dem Tisch platziert, wo sie in Anbetracht der Rahmenbedingungen
nun den Rest des Abends unbeachtet vor sich hin stehen sollten.

Doch was passiert stattdessen?
Die Menschen stürzen sich auf die Schüsseln, als seien sie vor wenigen Minuten
von einer einsamen Insel gerettet worden. Sie grapschen in die Schüsseln und
stopfen sich die Chips in den Hals, als ob es kein Morgen gäbe. Es ist durchaus
bemerkenswert, dass es dabei so selten zu Unfällen wie selbst abgebissenen
Fingerkuppen kommt, denn das Ganze schaut sehr gefährlich aus und geht mit
atemberaubender Geschwindigkeit vonstatten.
Vor lauter Angst, nicht genug abzubekommen, schütten manche kleine Häufchen vor
sich auf den Tisch, die sie aber meist in Minutenfrist wieder restlos abgetragen
haben.

Was sich da im Gehirn abspielt, ist bislang nicht erforscht.
Die Frage "Warum tun die das?" können wir also nicht beantworten.
Bleibt die Frage "Wie ist das möglich?"
Haben die vorher alle gelogen und waren gar nicht richtig satt?
Wussten Sie vielleicht, was noch kommt, und haben entsprechend Platz gelassen?
Nichts dergleichen ist der Fall - der Magen der Partygäste ist tatsächlich bis
zum obersten Rand gefüllt. Zumindest der, den wir bisher kannten...

Denn wir haben das Organ entdeckt, welches es ermöglicht, diese gewaltigen
Mengen aufzunehmen: Der Chipsmagen! Bisher von der Schulmedizin unentdeckt,
befindet er sich wie eine Art Wurmfortsatz der Speiseröhre knapp hinter dem
eigentlichen Hauptmagen. Er ist im leeren Zustand winzig klein und mit
bloßem Auge praktisch nicht zu erkennen.


Melden jedoch die Geschmacksrezeptoren der Zunge die Aufnahme fettiger, stark
salzhaltiger Knabbernahrung, wird der Chipsmagen durch spezielle Hormone
aktiviert und kann nun seine Fähigkeit, sich außerordentlich zu dehnen, voll
zum Einsatz bringen.
Doch nicht nur das - ähnlich wie bei der Schwangerschaft der Frau ist er in der
Lage, die übrigen inneren Organe zu verdrängen, um so noch mehr Platz zu
schaffen, so dass wir praktisch bis in die frühen Morgenstunden eine Tüte Chips
nach der anderen in uns hineinstopfen können, ohne jemals das Gefühl zu haben,
dass nun wirklich nichts mehr geht.


Lesen Sie in der nächsten SNN:
Volkskrankheit Kalorienarm - Alternativen zur Amputation
[Supernature]
Zeíchenunterricht

Neulich fand ich einen Satz Zeichen, was mich zu der Überlegung brachte, ob es nicht doch Selbiges war, diesen zu finden.

Es war ein kompletter Satz Satzzeichen: Kommata, Punkte, Semicolons und viele andere, hüpften durcheinander, auf der Suche nach neuen Sätzen. Doch sie fanden leider nur Zeichensätze, welche nicht unbedingt einen Sinn ergeben, so man die Reihenfolge und deren Bedeutung nicht kennt. Es blieb mir also nichts anderes über, als mich den kleinen Rackern persönlich zu widmen.

In der Ecke standen 2 Verkehrszeichen, Einbahnstraße und Sackgasse, und unterhielten sich. Leider konnte ich nur ein paar Gesprächsfetzen mitbekommen:

Einbahnstraße: "Darling, ich muß dir gestehen: ich bin andersrum."
Sackgasse: "Schatz, das ist mir doch egal."

Jetzt war es doch an der Zeit, die Zeichen zu begrüßen: "Hallo Punkt. Wie geht's? <-
Hallo Komma, komma rüber, ich will mit dir reden. Und wie steht es um unser Ausrufezeichen heute?"
"Meine Rufe ufern aus!" hörte ich nur.
Auch gut.

Das Komma kam herüber, war aber strunzblau und sah sich doppelt.

"Dann führe ich euch jetzt mit dem Anführungszeichen an - und verschwendet ja keinen Gedanken daran, mich mit einem idiotischen Strichpunkt zu malträtieren, den schick' ich nämlich gleich zum Strich, Punkt" Das saß!

Alle Zeichen waren perplex und wußten nicht so recht, ob es ein Zeichentrick war oder ob ich es nicht doch sehr ernst meinte, und artig saßen sie auf einmal alle brav auf ihren Stühlen. So werden Zeichen gesetzt.

Das Fragezeichen schlängelte sich lose um das Stuhlbein, als ich es dabei erwischte.
"Warum schlängelst du?" fragte ich es.
"Warum fragst du?" frug es mich zurück.
"Willst du mich jetzt fragmentieren oder was?", entsetzt starrte es mich an.

Auf einmal donnerte und dröhnte der Raum und ich sah ein riesiges Ungetüm auf mich zu springen, nein, kein Punkt, es war ein ganzes Konglomerat von Zeichen: Es war ein Zeichenblock!

Bis zu diesem Moment wußte ich nicht, daß es Blöcke gibt, die Sätze machen können und mich auch noch in meinem Handeln blockieren würden.
"Setz' dich hin!" brüllte ich ihn an.

Der Block wackelte, bröckelte und trollte sich schließlich zu seinem Sitz. Etwas konsterniert brabbelte er irgendwas von wegen:
" 'Sitz, Blockade!'" - Was anderes fällt ihm auch nicht mehr ein."

Darüber weghörend versuchte ich nun, einigermaßen Ordnung in diesen Haufen zu bringen. Zuerst trennte ich mit den Klammern die Zeichen - nach Geschlecht und Gegut. Mir kam es aber immer mehr wie eine Schlachtung vor. Überall spritzten i - Tüpfelchen durch die Gegend und hinterließen Fluchtigkeitsfehler oder setzten sich im Paar auf ein O oder A. So liest man nun:

"...oder setzten sich im Päär auf ein Ö oder Ä."

Was sich aber nicht reimen ließe, also ging ich hin und versetzte den i - Tüpfelchen einen kräftigen Dämpfer. Zum Gluck steht da nun ein Dampfer, in den ich sie hinverfrachtete. Wie ich später aus der Zeitung erfahren habe, gingen die Tüpfelchen in Panama an Land, beantragten Asül und erfanden die Pänämärline.

Mit dem Haufen Zeichen konnte ich letztlich nicht viel anfangen.
Ok, einige konnte ich auf dem Satzbau unterbringen, andere Zeichen schickte ich zu den Anonymen Tierkreisen, die sich einmal die Woche treffen. Einige schickte ich zum Uhrmacher. Allerdings fielen dort alle der Symbolik zum Opfer, die schon seit jeher gegen die Zeichen der Zeit intregierte. Die meisten endeten aber zur Abschreckung am Zeichenbrett.

Und nur sehr wenige jedoch machten eine richtige Karriere, sie lernten klerikalen Mus: Humanismus, Buddhismus, Atheismus und Geisterkunde. Ihre neue Gruppe, die Zeichengruppe, brachten ein neues, nie da gewesenes, Lied auf den Markt, mit dem Titel
"O - Zeichen, O - Wunder".

Was wollte ich damals mit diesem ganzen Wirrwarr an Zeichen eigentlich anfangen? Ok, unterrichten wollte ich sie, aber, wie ihr seht, der Schuß ging ja voll nach hinten los.

Und heute weß ch es ncht mehr denn der Snn st mr abhanden gekommen
[arcanoa]
Steckbrief

Diesmal mit:
Ungezogene
Nick:Ungezogene
Vorname:Andrea
Alter:25 (nach dem 09.05. sogar 26 )
Familienstand:ledig
Anz.Kinder:keine Biologischen, höchstens ein paar Geistige
Wohnort:Aachen
Beruf:Studentin der Humanmedizin
Lieblingsfilm:Viele. Genres: Fantasy, Action, SciFi, Klamauk, animierte (Kinder-) Filme,...
Lieblingsmusik:Rock, Metal, Progressive Rock und -Metal, Blackmetal, Emocore, Death'n'Roll, Trash, Alternative, Indie, Oldschool, Blues, Jazz, Southern, Klassik, Ambient, Chill, und manchmal auch den Normalo-Durchschnitts-Charts-Pop von heute ..... eigentlich sehr viel viele Stile und noch mehr Jahrgänge
Lieblingsspeise:mexikanisch, Spinat-Lasagne
Lieblingsgetränk:guter Whiskey, schwarzer Tee auf englische Art
Hobbies:Musik, ganz laute Musik, mein Motorrad (!!)
Was magst Du gar nicht:Arroganz, Ignoranz, Selbstherrlichkeit, Routine, Defizit- und Negativorientierung, Selbstbegrenzung, Eingeengtheit, extreme Angepasstheit....
Wie bist Du auf das Board gekommen:Durch die Empfehlung eines netten Menschen
Grösster Persönlicher Wunsch:Zufriedenheit, guter Abschluss des Studiums
Welche 3 Dinge würdest Du auf eine Einsame Insel mitnehmen:Musik für die nächsten Jahrzehnte, einen äusserst netten und gutaussehenden Mann, unglaublich viele Bücher.
[]
Die Geschichte des kleinen Königs

Und es begab sich zu einer Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt, als ein kleiner König sich aufmachte, die Welt zu verändern. Er wollte aufstehen und der Welt beweisen, dass die bestehenden Regeln nur Fesseln sind, die den Geist und die Kreativität der Menschen im Zaume halten sollen. Der kleine König stammte aus einem Land namens Sprechgesang-Schlacht, wo er viele Gleichgesinnte um sich geschart hatte und seine Pläne zur Zerstörung der deutschen Sprache ausheckte. Auf seinem Kreuzzug gegen den Sinn und die Rechtschreibung kam er eines Tages auch in ein gar freundlich Land in dem ein Außerirdischer als Herrscher verehrt wurde und wo die Menschen freundlich waren und Fremden gegenüber wohlgesonnen. Doch das Ziel des kleinen Königs war keineswegs zufällig gewählt, wusste er doch um die Tatsache, dass die Freundlichkeit der übernatürlichen Bewohner nur eine Maske war, hinter der die Fratzen der Rechtschreibregeln und der sinnvollen Sätze ihr bösartiges Lächeln verbargen. Hier, wo Substantive noch groß geschrieben wurden und Satzzeichen noch ihre Daseinsberechtigungen hatten, hier musste er seinen Kreuzzug zu Ende bringen und die Fesseln der Schriftsprache endgültig sprengen.

Der kleine König war gerissen und nutzte zunächst die Freundlichkeit der Einwohner aus. Er schlug seine Thesen an viele Türen und brachte seine Saat auf diese Weise unter die Leute. Wie erwartet schlug ihm die geballte Macht der Regelwächter entgegen, die versuchten ihm die Aufgabe zu erschweren, wo es nur ging. Doch der kleine König war schlau und tat einfach, als begreife er nicht, was die Eingeborenen von ihm wollten. Er würde sich als Opfer der Regelwillkür darstellen und so einen Keil zwischen die ach so harmonisch zusammenlebenden Einwohner treiben. Aber der kleine König wusste nicht, dass der große Außerirdische seinen Plan durchschaut hatte und so entging ihm, dass der Herrscher der Übernatürlichen seinem besten Kämpfer auftrug, Informationen über die Herkunft des kleinen Königs zu sammlen. Und so machte sich "die Säge" auf und tat wie ihm geheißen. Viele Monate gingen ins Land und das Bangen begann, würde die Säge lebend wiederkehren und seinen Auftrag erfüllen.

Groß war die Freude als er dann endlich am Horizont auftauchte und nach einer kurzen Verschnaufpause den Herrscher und seine Getreuen über das Land Sprechgesang-Schlacht ins Bild setzte. Es herrschte ausgelassene Heiterkeit ob der Geschichten, die die Säge zu berichten wusste. Unter anderem berichtete, dass sich die Einwohne dieses fernen Landes sehr seltsam unterhielten. Beleidigungen, Flüche und Angeberei schienen dort zum guten Ton zu gehören. Andere Länder andere Sitten, dachten sich die Außerirdischen und zeigten das gewohnte Maß an Toleranz gegenüber anderen Lebensformen. Als sie aber hörten, wie die gemeinsame Sprache dort böse zugerichtet, ja regelrecht verstümmelt wurde, erhob sich großes Wehklagen unter den Anwesenden. Man beschloss in einer geheimen Sitzung, den kleinen König in seine Schranken zu verweisen und ein Zeichen zu setzen. Und erkoren sie aus ihrer Mitte jenen, der das Sprachrohr mit dem Sprachfehler genannt wurde und schickten ihn nach Sprechgesang-Schlacht um eine Erklärung an den Palast des kleinen Königs zu schlagen, auf dass die Sprache gerettet würde.

So kam es, dass Jener, der das Sprachrohr mit dem Sprachfehler genannt wurde, auf den Weg machte und sich nach Sprechgesang-Schlacht durchschlug. Dort angekommen, blieb es ihm nicht erspart, Kostproben dessen zu erfahren, worüber er im Kreise seiner Freunde noch wenige Tage zuvor so herzhaft gelacht hatte. Die Grausamkeit, mit der hier gegen die Sprache vorgegangen wurde, erschütterte ihn zutiefst und ließ ihn schier verzweifeln. Dem Wahnsinn nahe regte sich tief in seinem Inneren aber das Gute und das Starke und er erkannte, wie viel von seinem Erfolg abhing, welche katastrophalen Folgen sein Scheitern haben würde. Und so raffte er sich auf und schlug die Erklärung mit ausholenden Hieben an die Tür des Palastes:

Jungs und Mädels, Ihr seid schlecht.
Und der Duden gibt mir recht,
wenn ich Eure Fehler nenne,
Eure Worte kaum erkenne,
ich den Sinn nicht mal begreife
und auf Eure Reime pfeife.

Jungs und Mädels, Eure Reime
sind nicht mehr als Rumgeweine.
Wie böse doch der andere ist.
Hat er Euch ans Bein gepisst?
Euer ständiges Gejammer
klingt wie aus der Folterkammer.

Euer Problem heißt Pubertät,
was Euch fehlt ist Qualität.
Ihr empört Euch über Schwule,
geht offensichtlich nie zur Schule
ignoriert die Rechtschreibregeln
mit erhöhten Alko-Pegeln.

Ihr beherrscht die Sprache nicht,
blöd zu sein ist bei Euch Pflicht.
Würdet Ihr zur Schule gehen,
könnt' man Euch vielleicht verstehen.
Doch Ihr bleibt viel lieber dumm,
hängt weiter vorm Computer rum.

Und verteilt den ganzen Müll im Netz.
Ach wie schön wär' ein Gesetz,
das der Gesellschaft etwas bringt,
weil's Euch in die Schule zwingt.
Doch die Chancen sind nur klein,
Ihr wollt halt einfach Deppen sein.

Jungs und Mädels, denkt daran,
es rappe nur wer rappen kann.
Ihr mit Euren feuchten Ohren
habt hier draußen nichts verloren.
Bleibt in Euren Kinderzimmern
dort könnt Ihr in Ruhe wimmern.

Verschont uns einfach ab sofort
vom fortgesetzten Sprachenmord
Eure Reime sind so schlecht,
weil Ihr alle Regeln brecht.
Tut uns einfach den Gefallen
und hört auf so rumzulallen.


Dann sank er kraftlos zusammen. Er erwachte Tage später gesund und unversehrt in seiner Heimat und man vermutete, dass er im Fieberwahn unverständliches Gemurmel von sich gegeben hatte und er somit von den Feinden der Sprache als einer der ihren erkannt wurde, wodurch er unbehelligt ausreisen konnte. Nachdem er sich ein wenig gestärkt hatte, rief man ihm zum großen Außerirdischen und dankte ihm aus vollen Herzen für seinen vorbildlichen Einsatz. Er erfuhr, dass der kleine König vertrieben wurde und freute sich.

"Aber" sagte der große Außerirdische mit tiefem Bedauern in der Stimme "es war umsonst. Sie haben es einfach nicht verstanden!" Und so lebten die Außerirdischen weiter glücklich im Einklang mit der Sprache ihrer Väter, während in der Ferne die Einwohner von Sprechgesang-Schlacht völlig verblödeten.


[chmul]
Nie mehr harte Brötchen

Es gibt gibt Leute, die verstehen absolut keinen Spaß. Und wenn man sich dem bekannten Datum im April nähert, sollte man sich schon überlegen, wen man da auf die Schippe nimmt.

Es ist schon einige Jahre her, als die Bäckereien noch morgens die Brötchen direkt zum Kunden brachten und mich auf eine blöde Idee. :p Meine Schwiegereltern bekamen morgens genau drei Stück derer und waren immer ganz heiß darauf, auch wenn die Brötchen bis zum Verzehr dann doch abgekühlt waren. Diese Abkühlung könnte man doch mal testweise ein wenig verlängern um zu sehen, wie die Reaktionen so sind.

Und da mein Schwiegervater morgens, nachdem ich längst das Haus verlassen hatte, immer der Auspacker dieser frischen Ware war kam ich auf die Idee des Austausches. Nicht, dass mein Schwiegervater nicht lachen kann, aber man verarscht ihn nicht. Und so wollte ich mal dieses Risiko eingehen und kaufte beim selbigen Bäcker 3 Brötchen. Schön die Tüte aufbewahren und die Brötchen wurden der frischen Luft im Zimmer ausgesetzt. Rechtzeitig nach einer Woche zum ersten des bekannten Monats waren sie denn dann auch in einer Konsistenz, die eher mit einem Mühlstein zu vergleichen war. Also habe ich beim Verlassen morgens schnell die frischen gegen die harten getauscht, die frischen mit Zettel in der Tüte "April, April, der macht was er will" in den Brotschrank meiner Schwiegereltern verstaut. Ich dachte mir, die werden schon irgendwann Hunger bekommen und finden die Brötchen. Falsch gedacht.

Das morgentliche Ritual des Frühstückmachens verlief dann doch anders als ich dachte, genau gesagt völlig aus dem Ruder. Es wurde wie gewohnt Kaffee gekocht, der Tisch gedeckt und irgendwann sollten gemeinsam die Brötchen verzehrt werden. Eins für die liebe Schwiegermutter und für die restlichen zwei opferte sich immer der Schwiegervater. Schon beim Ansetzen des scharfen Brotmessers begann das Unheil durch die harte Oberfläche, wobei das Brotmesser sich dann doch für die weichere Hand entschied. Autsch, Blut!!! Zum Glück nur ein kleiner Kratzer, jedoch mit Folgewirkung.

Nachdem der Verbandskasten geplündert und die äußerliche Wunde versorgt war, wurde erst mal das Telefon angeschrien, genau gesagt die Bäckerei. Die nahm sich keineswegs was davon an, denn solange war der morgentliche Fahrer doch nie unterwegs gewesen. Also wurden die "Beweise" eingesammelt und der Bäckerei direkt vor laufenden Kunden auf die Theke geknallt. Heftiges Wortgefecht, man erinnert sich heute längst nicht mehr daran, mit dem Ergebnis: Nie mehr Brötchen von dieser Bäckerei! Wäre doch gelacht; und verarschen lassen wir uns doch nicht. Ab in die Selbstständigkeit und frische Ware in einer ordentlichen Bäckerei gekauft. Man kann die Dinger ja auch einfrieren.

Irgenwann hat mein Schwiegervater dann auch die Originale gefunden, nachdem die eigenen Fälschungen schon längst verzehrt waren. Seither weiß ich auch, dass man mit solchen Brötchen nicht spaßen kann.

Wie gut, dass es bei unserem Brötchen völlig anders ist.
[Gamma-Ray]
Leserbriefe
von Madame
mein Leserbrief
oder
noch mal Schwein gehabt *grübel*?

Liebe Red,

da habt ihr aber sehr viel 'Sauereien' (Schweinereien, Schweinskram, Saumässiges)
zusammengetragen.
Die Fülle und Kreativität beeindruckt mich schon schwer.
Wie Herr Zuckowski schon sang: 'Hut ab'!

Darf ich DAS zum Thema sagen, was ich sagen möchte, ohne mich selber so ein bisserl vorgestellt zu haben?
*nochmalgrübel*

Also sag ich erstmal besser was zu mir:

------------------------------------------
Ich lese Euch schon schrecklich lange.
Seit 2001.

Nein - nicht die SNN - sondern die Bagage rund um das Wohlfühlboard.
Ich habe hier schon Fragen gestellt, die mir beantwortet wurden, und niemand sonst wusste Hilfe.
Und ich lese und lese und lese - und weiß um die Kompetenz und Liebenswürdigkeit der Boardmitglieder.
Ich bin gerne hier.

Mit dem Zurückgeben - da tue ich mich schwer.
Wenn ich es kann dann tue ich es sofort.
Ich liebe das Boardmotto.

Ich liebe das Internetz.
Aber da ist ja noch das andere Leben.
Ich bin 47 - Krankenschwester - mein Liebster wohnt 130 km weit weg von mir.

Wenn ich Zeit habe - fahre ich zu ihm.
Wenn ich Zeit habe - habe ich keine Zeit fürs Internet.

Ich eigne mich nicht für das schnelle *zwischendurchmalwassagen*

Soweit zu mir.
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Und jetzt zum Thema Sauereien:

Da habe ich den Liebsten auf Euch aufmerksam gemacht.
Und?
Jetzt hängt der permanent hier!
Bei Euch - im Wohlfühlboard.
Er liebt Euch.
Das geht von UNSERER gemeinsamen Liebe ab!
Das ist eine Schweinerei!!!

Wochenende - Fussball - Formel Eins - Windows Vista - Sicherheitsthemen.
Er liest und liest und hat Spass an Euch.

Ich bin eifersüchtig auf Euch.
Es ist eine Sauerei.
Gezz ma in echt.
Der liebt Euch (auch).

Auf der anderen Seite ...

Das Thema Schwein ist ja ein besonderes für mich.
Ich denke da an Wildschweine und ich habe Angst vor den Viechern.
Kürzlich war da noch ein Artikel, daß so ein Vieh in ein Haus eingebrochen ist.
In der Eifel.

Ich bin hin und her gerissen im Moment.
Ich sehe da den glücklichen weissnix und meine Panik.

Hiermal eine Momentaufnahme: http://www.emscherlove.de/3/okt/12.html

Momentaufnahme.
Da ist das Thema.
Wisst Ihr eigentlich,was Ihr da tut?

erschoepft liebevolle Grüsse
Madame

Kommentar der Redaktion
In Anlehnung an Ausgabe 34

Danke Madame.
Eine schönere Liebeserklärung an das Board und die SNN kann man kaum in Worte fassen.

Dein SNN-Team


Schlusswort

Schon wieder am Ende?
Ist schon wieder Schluß?

Sollen wir euch ein Geheimnis verraten?
Man kann diese SNN natürlich auch mehrmals lesen, tut einfach jedes Mal so als sei es das erste Mal.
Oder schmökert in der SNN vom letzten Mal, oder vom vorvor letzten Mal, oder vom vorvorvor...
Und wenn ihr die Gesichter, die hinter diesen sinnlosen Zeilen stecken, mal in Natura sehen wollt, dann meldet euch einfach zur Boardparty an.

Wie ihr seht, gibt es für jedes Problem eine Lösung.

In diesem Sinne, man sieht sich in Ühlingen.
Aber bis dahin....
...passt bitte auf euch auf.
Impressum

Die Boardzeitung SNN ist exklusiv für das Supernature-Forum und erscheint manchmal monatlich. Unser Humor soll keinesfalls beleidigen oder verletzen. Wer dennoch Grund zur Klage hat, möge sich bei uns melden und wir werden der Sache auf den Grund gehen.

Die SNN wird zwar von einem festen Team zusammengestellt, Gastredakteure sind uns aber immer willkommen. Euer Beitrag kann aus Tipps, Anregungen, Ideen oder Texten bestehen, wir nehmen alles und wer weiß, vielleicht werdet Ihr ja berühmt..
SNN Ausgabe 35 veröffentlicht am 15.04.2007 Exclusiv für das Supernature-Forum
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© 2002-2010 SNN-Team. Sämtliche Beiträge dieser Ausgabe dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers/Erstellers (SNN-Team, wenn nicht anders angegeben) verwendet werden.