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Vorwort
von SNN-Team

Liebe SNN-Leserinnen und SNN-Leser, nach monatelanger Abstinenz müssen wir euch leider mitteilen...

Wir sind endlich wieder da!


Und dann auch noch gleich mit einer schonungslos penetranten Sonder-Notausgabe der SNN.
Notausgabe? Tja, euch bleibt aber auch nichts erspart und wir konnten es beim besten Willen nicht verhindern. Aber wird sind nun mal so!

Und warum das ganze?

Nun, während Supi es in seinem ersten Beitrag noch halbwegs versucht zu erklären, sieht die Wirklichkeit doch viel schlimmer aus. Aber wir müssen ja nicht über alles berichten und herum jammern ist schon gar nicht unser Ding, denn Grund zum Jammern habt ja eigentlich ihr, die nicht zur Boardparty kommen können.

Dort gibt es auch eine SNN und die ist sogar aus Papier. Aber einen Vorteil habt ihr ja doch, denn die Boardpartybesucher können nicht weglaufen. Ihr könnt aber weg klicken, wenn wir mal wieder eure Nerven oder zufällig eure Lachmuskeln strapazieren.

Solltet ihr bereits jetzt die Fassung verloren haben, dann geht in den Baumarkt und holt euch eine neue. Oder ihr lest einfach weiter, aber auf eigene Verantwortung.

Wir haben euch gewarnt...

Keine Sonderausgabe zur Boardparty!!!



Diese Sonder-Notausgabe der SNN soll Euch hauptsächlich über eine Sache informieren: Nämlich den traurigen Umstand, dass es zur Boardparty 2010 keine gedruckte Sonderausgabe der SNN geben wird.

Über die Ursachen und Gründe könnte man den höflichen Mantel des Schweigens decken, aber das würde nicht zu uns passen - wir sagen schonungslos die Wahrheit.
Stinkfaul, destruktiv, in Selbstmitleid zerfließend oder einfach gar nicht mehr da - die Redaktion der SNN gibt im Moment ein jämmerliches Bild ab.
Beginnen wir bei chmul: Pauschal könnte man festhalten, dass er einfach überhaupt nichts mehr auf die Reihe bekommt. Das entspricht absolut den Tatsachen, klingt aber noch nicht diffamierend genug.
Nachdem er den elterlichen Betrieb erfolgreich ruiniert und zu seiner und unserer Überraschung schon bald eine neue Anstellung gefunden hat, muss er offenbar zum ersten Mal in seinem Leben richtig arbeiten.
Prompt hört man ihn - wenn er hin und wieder mal kurz reinschaut - hauptsächlich jammern, wie anstrengend das doch alles sei.
Keine Angst lieber chmul, lange wird der Laden Deine Anwesenheit nicht verkraften, und dann hast Du wieder frei!

Sprach ich gerade vom Jammern?
Kombiniert das obige Wort mit dem Begriff mit dem Wort "Lappen" - und fertig ist die Umschreibung von Astrominus. Wieder einmal scheint sich die ganze Welt, und Gott sowieso, gegen ihn verschworen zu haben. Das einzige, was ihn den Tag ertragen lässt, ist seine unerschütterliche Vorahnung, dass morgen alles noch viel schlimmer werden wird.
In seiner Gegenwart wird jeder Anflug von guter Laune binnen weniger Millisekunden förmlich pulverisiert.
Allerdings ist sein Gejammer auch durchaus nützlich. Neulich lief er zufällig an einem Hochhaus vorbei und sah einen Selbstmörder auf dem Dach stehen.
Er stieg hinauf und erzählte dem Suizid-Kandidaten seine Lebensgeschichte, die dieser gedanklich mit seiner eigenen abglich und sofort vom Dach herunter stieg. Er leitet seitdem mit großem Erfolg Seminare über positives Denken.
Etwas beruflichen Erfolg verspricht sich Astrominus nun von seiner neuen Erfindung, dem weinenden Honigkuchenpferd.

Apropos Honigkuchenpferd, damit wären wir schon beim nächsten Drückeberger - dem Hauptdarsteller und einzigen Kinobesucher des Hollywood-Flops "Und ewig grinst der Gamma-Ray". Er hat sich eine besonders hinterhältige Methode ausgedacht - er äußert für Alles und Jeden Verständnis. Egal wie faul eine Ausrede auch stinken mag - der Gamma kann es immer nachvollziehen und schiebt noch ein paar warme Worte hinterher. Nur der oberflächliche Betrachter lässt sich davon über die Tatsache hinweg täuschen, dass er schlicht und einfach die faulste Sau weit und breit ist.

Von diesem jämmerlichen Häuflein sind in der Tat keine kreativen Impulse mehr zu erwarten - traurig aber wahr. Und so wird es in diesem Jahr eben keine SNN-Sonderausgabe geben.
(Dieser Text wurde 14 Tage vor dem Termin geschrieben, an dem eigentlich Redaktionsschluss für die Sonderausgabe gewesen wäre - aber bis dahin wird sich ohnehin nichts mehr ändern...)
Beim Barte des Propheten

Neulich fragte mich ein wohl bekannter Boardie, den ich auf einem Kongress für bärtige Jungfrauen traf, ob es denn dieses Mal auf der Boardparty wieder einen Showact gibt.

Empört verneinte ich dieses mit der Begründung, dass ich einfach zu alt dafür bin, mich als Wolle oder Karnickel der Lächerlichkeit preis zu geben. Außerdem, so fuhr ich fort, haben Showacts so einen langen Bart (Wobei ich die Hände einladend weit auseinander streckte), dass interessiert doch keine Sau. Am Ende endet das womöglich noch in einer wilden Polonaise oder Schlimmerem, dass will man ja wirklich keinem antun.

Die Traurigkeit meines Gegenübers schien sich sichtbar in Grenzen zu halten, als er meinte, dass Karnickel eigentlich gar nicht so viel Wolle abgeben. Das reicht ja nicht einmal für eine Pudelmütze, geschweige denn für einen Bartwärmer. Da hatte er nicht ganz unrecht, mein Gegenüber. Wenn man darauf aus ist, das Barthaar in der Suppe zu suchen, dann findet man auch einen Grund, jedem Desaster zu entgehen, sonst endet es womöglich noch damit, dass ich mir einen langen Bart anklebe und als Weihnachtsmann anfange, Ostereier zu verstecken. Und irgendwann kommen dann wohl noch diese netten Herren mit der weißen Weste.

Aber ich schweife vom Thema ab.
Welches Thema eigentlich?
Ach ja, warum hat eigentlich noch niemand ein Gegenmittel gegen Bartläuse entwickelt, dieses Gewusel macht mich noch wahnsinnig.
[Astrominus]

Ein trauriges HALLO an Alle, die das lesen können, wollen oder müssen!

Vorweg muss ich sagen, dass ich hier nicht freiwillig einen Kommentar hinterlasse: man hat mich nämlich gezwungen. (nein, nein, nicht mit Geld)

Bemerkungen einer Misanthropin


So sollte die Überschrift lauten, dann aber kamen mir Zweifel: gibt es überhaupt die weibliche Form eines Misanthropen? Bisher hatte ich nur von männlichen Misanthropen gehört- und wenn ja, welche Endung ist da anzuhängen - Misanthropa - Misanthropina - Misanthropini - Mitropa?
Ach nein, das ist ja was anderes (und Duschhauben gibt's hier auch nicht).
Da glaubt man, sich erfolgreich um diese Jubiläums-Board-Party gedrückt zu haben...und dann das:
Wir bitten Dich händeringend, schreib uns ein paar Zeilen für die Sonderausgabe der SNN. Es soll Dein Schaden nicht sein. Deine Genialität soll nun endlich öffentlich gemacht werden, und auf diese Weise kannst Du dann doch noch dabei sein..."
Na ja, so oder so ähnlich war der Tenor der PN, die mich vor einigen Tagen erreichte.
Warum sollte ich ein Loblied auf die SNN schreiben?
Die existiert doch schon lange gar nicht mehr.
Astro sagte zwar: Zitat:
>>Die SNN ist damals dem Crash zum Opfer gefallen. Aber keine Sorge, wir arbeiten daran<<
Aber das ist sicher ein Märchen. Die Macher hatten einfach keine Lust mehr, eine Board-Zeitung mit lustigen Texten und Bildern herzustellen.
10. Board-Party - mal sehen, was da im Forum steht?
Das ist doch die, mit den wenigen Teilnehmern und die, die schon am Freitag mit einem "Räuber-Buffet" beginnt?
"RÄUBER", das sagt doch schon alles: sein Geld wird man dort schneller los, als man denken kann, und wer weiß, ob man seine Wertsachen später wieder findet...
Am Samstag: NOCH ein Festmahl. Ja geht es denn da nur ums Essen und Trinken? Und das, wo doch alle Welt ständig ans Abnehmen denkt?
Und dann auch noch "Schollbrunn" - wo ist das denn? Irgendwo in der Pampa?
Gut, dass ich mir diesen steinigen Weg dorthin erspart habe. Ich kenn da sowieso kaum einen, die Freaks reden noch dazu in so einer abgehobenen Sprache (jedenfalls im Board), dauernd wird über Vorurteile gemeckert, außerdem wissen die alle mehr als ich, können sich besser ausdrücken, und interessieren sich eh nicht für meine Weisheiten.
In diesem Sinne viele missmutige Grüße an Euch Alle von einer scheinbar bösartigen Alten.
[gisqua]

Zitate die, die Welt bewegten
Auch dieses mal haben wir wieder einige interessante Zitate aus ihrem zusammenhang gerissen.

»"Dabei hat sie meinen tauben Arm so gelagert, daß meine Hand direkt auf ihrer Brust lag. Nur leider war die auch schon taub"«
Zitat von The Mad Hatter zum Thema BenutzertitelOriginalzusammenhang

»"Aber ich habe gestern gut Bohnen gegessen. Ich geh' jetzt mal 'raus und sorge für Treibhausgase "«
Zitat von AlterKnacker zum Thema Es schneit, es schneit... Originalzusammenhang

»"Richtig Sch... wird es erst, wenn Du jeden Morgen um 7 Uhr Stuhlgang hast, aber erst um halb acht aufstehst "«
Zitat von Supernature zum Thema Ist das Scheiße mit der Scheiße (oder... WARUM IST ES ERST 7:00????)Originalzusammenhang

HighTech JackAss oder Was man mit Jackenknöpfen so anstellen kann Teil I

Gerade sah ich einen Kurzbericht über diese neuen, phänomenalen Jacken, Hosen, Kapuzen und Handschuhe, die alle in der Lage sind, technische Geräte zu bedienen.
Hierfür wurde ein Solarmodul und diverse Käbelchen, Knöpfchen, Stöpselchen und Batteriechen in die Stoffe integriert.
Alles wird dann, mit neuester Zuschneidesoftware, einem neuen, noch nie dagewesenen Stoff, in neuen ultrarevolutionären Maschinen, die nur noch von hochstudierten Experten gesteuert werden können zu einem netten, in neuen ultraspacyflippytrendyfarbenen GoreTex Jäckchen o.ä. zurechtgeschneidert.
Diese hippe Jacke sitzt paßgenau, hat einen elektronischen Ökostempel, ist wasserabweisend, und kann, sehr preisgünstig, auch Leben retten.
Denn nur mit besagten Modulen ist der Bejackte dann in der Lage, lt. der netten Herstellersprecherdame, genügend Strom erzeugen, um z.B. einen MP3 Player zu betreiben, oder aufregende Lämpchen, die süß auf dem Revers appliziert, leuchten, die wiederum auf Singleparties als Signalgeberinnen sehr beliebt sind (Wer will mich f....?) oder man kann sogar ein EKG zu Laufen bringen, wenn der Jäckchenträger eine Herzkrankheit hat.

Das Teil ist gekauft!!
Auch wenn sich erst einmal die Entwickler- und Designerkosten auf den Preis negativ auswirken.

Und jetzt hängt das gute Stück bei mir im Schrank.
Silberblau mit neongelben Armstreifen, passend zu meiner Corvette.

Besonders haben es mir die Knöpfchen angetan, denn schließlich wird damit alles gesteuert.
Etwas unspektakulär sehen sie schon aus. Etwa so, wie jede x-beliebige Bedienleiste eine Players: Backward, Play, FastForward, Stop und Record.
Welchen Rekord damit ich wohl aufstellen kann?

Auf Wunsch gibt's noch mehr Knöpfchen: + und - für die Lautstärke, Hyperbass, Ambience, 3D Surround und Dynamic Boost, um nur einige zu nennen.
Alles in allem, läßt sich die Jacke gut anziehen. Sie ist geschmeidig, verbirgt aber meine Muscles und mein New Brain Netshirt.
Dafür aber habe ich nun die Macht, immer und überall auf der Welt, die Funktionen der Knöpfchen auszukosten.

Doch ich wäre nicht arcanoa, wenn ich nicht gar teuf'liches mit der Jacke und ihren Knöpfchen im Sinn hätte.

Jetzt habe ich mir ein kleines Zusatzmodulchen gebastelt und zusammengelötet, bestehend aus einem hochfrequenten Sender, einem dynamischen Spannungswandler, 4 elektronischen Feldgeneratoren, 3 Mini Teslarspulen, einem Aus- und Einschalter und ein rotes und ein grünes Lämpchen zu Anzeige der Ladekapazität.
Mischmischmischlötlötlötschraub - Fertig.

Das Teil paßt in jede Jackentasche und kann statt des langweiligen Players an selbige angeschlossen werden, was ich auch tat.

Was kann das Gerät?
Nun, um das herauszufinden, holte ich mir den Kanarienvogel meiner kleinen Schwester. Ein gelbes, kleines Etwas mit einem lahmen Flügel - untauglich für jedweden Looping.

Vorsichtig setzte ich ihn auf den Tisch, er flatterte ein wenig.

Dann zog ich meine modifizierte Jacke und die Gloves an, drückte auf den kleinen Einschalter auf dem Glove Surface und wartete, bis die rote Lampe auf Grün umsprang.
Es gribbelte in meinen Fingern, daß ich selig schmunzelnd mußte.
Gleichzeitig spürte ich einen elektronischen Impuls, der warm am Arm entlang hinauf in meinen Kopf floss, meine Augen und Pupillen vergrößerten sich augenblicklich.
Dann richtete ich langsam den ausgetreckten Zeigefinger auf den flatternden Tweety, der, nichtsahnend, mich treu anschaute.

"Nein, kein Futterli." beruhigte ich ihn.

Weiter geht's in der nächsten Ausgabe der SNN.
[Franz]
Früher waren die Ausreden besser

Ich kann mich noch an meinen VW Käfer erinnern, den ich mal hatte, früher. Ja das war eine schöne Zeit, nicht nur weil es mehr Lametta an den Weihnachtsbäumen gab und der Mann von Persil genau wie ihr wusste, was Frauen brauchen.
Es war auch eine Zeit, in denen es noch keine Perfektion gab und man die Unzulänglichkeiten noch als Ausrede gebrauchen konnte, nicht so wie heute, wo alles funktioniert und wo man zwangsläufig auch funktionieren muss.

Es ist schon viele Jahre her und ich hatte wieder mal verpennt, dabei wollte ich auf keinen Fall unangenehm auffallen, bei meinem damaligen strengen Abteilungsleiter. Ich habe dann auch nicht den direkten Weg zum Büro gewählt, sondern bin von der anderen Seite außen herum durch einen Nebeneingang.
Klar, dass er ausgerechnet dort stehen musste, um diese Uhrzeit.

"Ach, Guten Morgen Herr Müller [Name durch die Redaktion geändert], auch schon da?" legte er los.
Ich hatte eigentlich gute Laune und wollte diese auf keinen Fall verlieren und da er auch einen Käfer hatte, erfand ich die Ausrede.
"Tja, wissen Sie, ich habe mich verkalkuliert mit meiner Strecke!" erklärte ich.
"Wie, Sie fahren doch immer den gleichen Weg!" stellte er fest.
"Ja, aber jetzt im Frühjahr, da ist es morgens schon mal wärmer und Sie haben doch auch einen Käfer, so wie ich." brachte ich hervor, um mit ihm auf Wellenlänge zu kommen.
"Und?" fragte er.
"Also sonst bin ja immer so gefahren, also mit geschlossenen Fenstern und heute dachte ich, warum nicht mal diese tollen Ausstellfenster an den Vordertüren öffnen." begann ich zu erklären.
"Was hat das...?" wollte er wissen, doch gleich konterte ich mit
"Nun lassen Sie mich doch erklären." fuhr ich ihm ins Wort.
"Also, man kann ja auch, wenn es noch nicht ganz so warm ist, vorne die Ausstellfenster aufmachen. Und ich hatte sie ganz weit heute morgen geöffnet." sagte ich begeistert.
"Hä, was wollen Sie mir...?" fing er wieder an, doch keine Chance.
"Sehen Sie, ich habe gar nicht gemerkt, dass diese Fenster eine deutliche Windverdrängung erzeugt haben und damit wurde mein Käfer zwangsläufig langsamer, weil Sie wissen ja als Techniker, der Windkanal." deutete ich mit einer Handbewegung eine fließende Bewegung an und ergänzte: "Ja und deshalb bin ich nicht rechtzeitig angekommen!"
"Kann es sein, dass Sie mich jetzt auf den Arm nehmen wollen?" wurde er laut.
"Nö, dann würde ich ja noch später ins Büro kommen!" und weg war ich.

Er war fassungslos und meine Ausrede musste er wohl oder übel akzeptieren.
Heute haben die meisten Autos eine Klimaanlage, wie will man da so eine Ausrede erfinden?
[Gamma-Ray]

Historischer Fund im Kellergewölbe des Veranstaltungsortes der SNF-BP 2010

Liebe Boardies,
es ist ja immer gut zu wissen wer man ist, was man ist, wie man isst ;-), wo man ist bzw. an welchem Ort befindet man sich, an welchem Ort findet die Boardparty 2010 statt?


Da uns die letzte Frage und das Thema, aus naheliegenden Gründen, brennend interessiert hat wurden von kompetenter Seite Nachforschungen angestellt die zu einem erstaunlichen, wenn nicht sensationellen Fund geführt haben.
Wir befinden uns hier nicht nur im „HERZEN DES SPESSARTS“ sondern auf eindeutig äußerst geschichtsträchtigem Boden, denn hier wurde, lange vor der Einführung des Autoverkehrs und der damit verbundenen Sünderkartei (wer kennt sie nicht), der ALKO-TEST erfunden!

Wie ja ein Jeder, außer weissnix, weiß besteht die Gemeinde Waldbrunn aus den bekannten ehemaligen Gemeinden Mülben, Oberdielbach, Schollbrunn, Strümpfelbrunn, Waldkatzenbach und Weisbach.

Uns geht es jetzt im Besonderen um den Ortsteil Schollbrunn und damit um den
Gasthof „Zur Sonne“ in dem wir uns befinden.
Hier wurde bei Bau- und Renovierungsarbeiten in einem Geheimfach in den Kellergewölben des Hauses das Original des sicher den meisten Lesern bekannten Textes: RHABARBERBARBARABARBARBARENBARTBARBIER entdeckt, das wir hier und heute öffentlich der Allgemeinheit zu Trainingszwecken für evtl. stattfindende Verkehrskontrollen zukommen lassen wollen.
Lasst uns diese einmalige Chance auf historischem Boden nutzen um ein Verkehrssicherheitstraining der besonderen Art durchzuführen!
Ein freiwilliger Vorleser wird nach der Verteilung der neuen SNN am heutigen Abend diesen Text einmal verlesen und danach werden wir ihn ALLE GEMEINSAM lesen (auch die online-anwesenden sind dazu herzlich aufgefordert) und damit den ALKO-TEST durchführen. Wer es nicht fehlerfrei schaffen sollte hat die Veranstaltung sofort zu verlassen und sich ins Bett zu begeben.
Livestreamnutzer haben, analog dazu, sofort die Verbindung zu kappen und ebenfalls ins Bett zu gehen. (die Wahl des Bettes bleibt natürlich jeder Person selbst überlassen) Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit.
PS: Dieser Test wird in Spessart und Odenwald unter den ortsansässigen Barbaren bis zum heutigen Tage
erfolgreich durchgeführt und wer ihn besteht ist danach bestimmt Lucky.

Text des Originaldokumentes
In einem kleinen Dorf wohnte einst ein Mädchen mit dem Namen Barbara. Barbara war in der ganzen Gegend für Ihren ausgezeichneten Rhabarberkuchen bekannt.
Weil jeder so gerne Barbaras Rhabarberkuchen aß, nannte man sie Rhabarberbarbara. Rhabarberbarbara merkte bald, dass sie mit ihrem Rhabarberkuchen Geld verdienen konnte.
Daher eröffnete sie eine Bar: Die Rhabarberbarbarabar
Natürlich gab es in der Rhabarberbarbarabar bald Stammkunden.
Die bekanntesten unter Ihnen, drei Barbaren, kamen so oft in die Rhabarberbarbarabar um von Rhabarber-barbaras Rhabarberkuchen zu essen, dass man sie kurz die Rhabarberbarbarabarbarbaren nannte.
Die Rhabarberbarbarabarbarbaren hatten wunder-schöne, dichte Bärte. Wenn die Rhabarberbarbara-barbarbaren ihren Rhabarberbarbarabarbarbarenbart pflegten, gingen sie zum Barbier.
Der einzige Barbier, der einen Rhabarberbarbara-barbarbarenbart bearbeiten konnte, wollte das natürlich betonen und nannte sich Rhabarberbarbarabarbar-barenbartbarbier. Nach dem Stutzen des Rhabarberbarbarabarbarbarenbarts geht der Rhabarberbarbarabarbarbarenbartbarbier meist mit den Rhabarberbarbarabarbarbaren in die Rhabarber-barbarabar, um mit den Rhabarberbarbarabarbarbaren von Rhabarberbarbaras herrlichem Rhabarberkuchen zu essen.
[weissnix]

Wünschen will gelernt sein

Neulich ging ich spazieren im nahen Walde, als plötzlich ein kleines Kerlchen vor mir auftauchte.
„Sach mal, bist Du nicht dieser Astrominus?“, sprach es mich an.
„Ja der bin ich“
„Der von der SNN?“
„ja, genau der"

„Dann hast Du einen Wunsch frei, weil ich Dich so sympathisch finde“.
„Einen Wunsch?“, entgegnete ich erstaunt, „wirklich, einen Wunsch?“.
„Sicher doch, aber mach hinne, ich habe nicht viel Zeit“.
Nach kurzem überlegen, fiel mir etwas ein, dass ich mir schon lange wünsche und ich sprach zu dem kleinen Kerl: „Ich wünsche mir, dass die nächste Boardparty aus allen Nähten platzt und mindestens 500 Gäste dort erscheinen“.
„Mmmmmh....“, entgegnete der Kobold, „bist Du Dir ganz sicher?"
Er blickte mich fragend an, während er mit der rechten Hand seinen Bart kraulte und ich entgegnete erstaunt: „Was meinst Du damit?“.
„Nun“, fuhr das Kerlchen fort, „Stell Dir nur mal vor, wie rießig die Halle sein müsste, um all diese Gäste aufnehmen zu können, da würden die Organisatoren aber ganz schön ins schwitzen kommen. Außerdem könntest Du es nie schaffen Dich mit allen Gästen zu Unterhalten, ganz zu schweigen von der wochenlangen Arbeit die Du mit den Namensschildern hättest“.
Nach kurzem Überlegen stellte ich fest, das der Kobold nicht ganz Unrecht hatte und so sprach ich zu ihm. „OK, dann nehme ich halt doch die zwei Millionen in kleinen Scheinen“.
„Geht klar“, sprach der Kobold und verschwand. Da, wo gerade noch der Kobold war, standen nun zwei Ferkelchen die jeweils eine Melone im Maul mit sich herumtrugen.
Da dachte ich im stillen bei mir: „Er hätte mir doch sagen können, das er schwerhörig ist“.
[Astrominus]
Steckbrief

Diesmal mit:
Lucky
Nick:Lucky
Vorname:Wolfgang
Alter:44
Familienstand:verheiratet
Anz.Kinder:mindestens 3
Wohnort:Faulbach
Beruf:Maschinenbautechniker
Lieblingsfilm:Herr der Ringe
Lieblingsmusik:Hauptsache Rock
Lieblingsspeise:Sauerbraten
Lieblingsgetränk:Cola und Distelhäuser Premium Pils
Hobbys:Motorradfahren
Was magst Du gar nicht:Unehrlichkeit
Wie bist Du auf das Board gekommen:durch einen Freund
Größter persönlicher Wunsch:Gesundheit
Welche 3 Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen:1 Enduro, 1 Tankwagen, 1 Boot zum zurückfahren
[]


Und dann war da noch...
...der Boardie, der das Ende von Supis Geburtstagsfeier nicht mehr erleben durfte. Die Gründe dafür konnten leider nie ermittelt werden und auf Nachfrage der SNN antwortete der Probant, der nicht genannt werden möchte: „Ich weissnix mehr davon“.
Wussten Sie eigentlich schon…
...dass Sex ab 40 dazu führen kann, dass man sich ganz furchtbar alt vorkommt.

Was ist an diesem Bild falsch?
(Auflösung weiter unten)

Ja, der Supi wurde 40 und wir vom
SNN-Team wünschen alles Gute!
Die wahren Verschwörer treffen sich zur Boardparty im Spessart.

Verschwörer, so weiß man, die schweigen. Verschwörungstheoretiker müssen deshalb umso mehr reden, vielleicht liegt das an den weiblichen Genen. Dabei geht es nur noch selten um obskure Geheimbünde, sondern einfach nur darum, dass man zusammen hält und immer wieder neue Verschwörer rekrutiert, sogenannte Boardies.
Man könnte unsere Boardpartys auch als konspirative Sitzung bezeichnen, aber was heimliches machen wir ja nicht, außer dass sich schon mal jemand unheimlich betrunken hat. Das Komplott heißt für alle Verschwörer: Unheimlich Spaß haben und diesen mit anderen teilen. Wer jetzt glaubt, dass das alles nur graue Theorie ist und die richtigen Verschwörer während der Boardparty wieder neue Pläne schmieden, der irrt und sollte sich selbst davon überzeugen, wenn wir als verschworene Gemeinschaft zusammen feiern.
Und allen Verschwörungstheoretikern oder solchen, die es noch werden wollen sei gesagt: das ist uns schnurzpiepegal!
Und wenn ihr es nicht glaubt, kommt doch einfach mal zur Boardparty.
[Gamma-Ray]

Stell Dir vor es ist Party...

...und keiner geht hin. So, oder so ähnlich könnte das Motto der diesjährigen Boardparty lauten. Wo früher noch wilde Euphorie herrschte, wo man sich noch um die besten Plätze schlug und wo pure Vorfreude selbst die harmlosesten und friedlichsten Boardies zu unkontrollierbaren Bestien werden ließ, da ist heute alles einer gewissen Lethargie gewichen. Aussagen wie: "Nö, nicht schon wieder" oder "Muss das sein", waren an der Tagesordnung. Möglich, dass einige immer noch an den Folgen der letzten Party laborieren, aber mit dem richtigen Therapeuten hätte man dies durchaus in den Griff bekommen können. Vielleicht liegt es aber auch daran, das "einfach nur Spaß haben" in der heutigen Gesellschaft eher verpönt wird. Bankenkrise, Kirchenkrise, Pleitegriechen, Westerwelle und so weiter und so fort. Da bleibt wenig Platz für Spaß.

Die SNN hat exklusiv für seine Leser eine Umfrage gestartet deren zufolge sich die Stimmung im Lande folgendermaßen gestaltet:

  • 33% Würden gerne kommen, aber erst an Ostern.
  • 22% Würden gerne kommen, sind aber noch nicht ganz so weit.
  • 11% Würden gerne kommen, haben aber Besseres zu tun.
  • 9% Würden gerne kommen, haben ihr Geld aber schon den Griechen gegeben.
  • 6% Würden gerne kommen, wissen aber nicht warum
  • 1% Würden gerne kommen, aber nur mit dem richtigen Partner.
  • Und die restlichen 14% kommen eh nur alle zwei Jahre.

Was ist schuld an diesem Umstand? Ist es mangelnde Aufklärung? Oder einfach nur Angst vor dem Unvermeidlichen? Studenten der Universität Unterbüttelstädt haben den Fall untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Party mitten im Mai schlecht für die allgemeine Wirtschaftslage ist. Warum soll ausgerechnet ein Wirtshaus im Spessart von der Boardparty profitieren und der Grüne Ochsen in Niederoberunterwald geht leer aus? Diese Ungerechtigkeit führt dazu, dass sich viele Boardies mit dem Grünen Ochsen solidarisieren und aus diesem Grunde der Boardparty fernbleiben. Ein Boardparty-Boykott trifft aber immer die Falschen, dem Grünen Ochsen geht es auch nicht besser und das Wirtshaus im Spessart erfreut sich dieser kostenlosen Werbung.

Doch trotz alledem soll es ein paar Unverbesserliche geben, die sich den Spaß nicht nehmen lassen wollen. So soll der unvermeidliche Partygänger AlterKnacker jüngst zu Supernature gesagt haben: "Wenn ich meinen Zivi mitbringe, dann sind wir schon zu dritt".
Es gibt also noch Hoffnung.
[Astrominus]

NULL

Man stelle sich vor, da machen sich unzählige Boardies 21 Tage lang die Mühe, die Tage bis zur Boardparty herunterzuzählen und am Ende vergessen sie doch glatt die allerwichtigste Zahl von allen. Da haben sie 21 Tage lang nichts besseres zu tun, als für jeden Tag mit einem netten Bildchen zu verdeutlichen, dass wir wieder mal einen Tag näher an das Ereigniss herangerückt sind, welches unweigerlich dazu führen wird, dass nichts mehr sein wird wie es war. Und am Ende vergessen sie die...

...NULL

Ausgerechnet die Null, die Zahl, die mit sich selbst multipliziert immer nur sich selbst ergibt. Jeder Fussballspieler weiß doch genau, dass hinten immer die Null zu stehen hat. Was leider nicht immer gelingt, aber sonst wäre unsere liebe Bundesliga ja auch stinklangweilig. Die Wichtigkeit dieser unscheinbaren Zahl ergibt sich aber erst, wenn man sich deutlich macht, dass eine Million ganze sechs davon hinter sich stehen hat. Oder ist es nicht schön null Probleme zu haben, null Schulden auf dem Konto oder einfach nur null Frauen?

Wie sagte schon Adalbert Nullinger in seiner berühmten Rede vor dem Nationalkongress der verschmähten Nullen. "Eine Null zu sein erfüllt mich mit unbändigem Stolz"

Eine Gegeninititive die sich "Kompetenzteam zur Durchsetzung eines besseren Lebens ohne die Null" kurz KzDebLodN nennt versucht allerdings mit allen Mitteln die Null in ein schiefes Licht zu stellen und so sind sie ständig damit beschäftigt die Null als Statussymbol zu verhindern. Sie geben zu bedenken, dass die runden Formen der Null zur vollständigen Verrohung unserer Jugend führen wird und darüberhinaus wird die Null auch gerne dazu verwendet die Chancengleichheit untereinander auf ein Minimum zu reduzieren. Null Chance zu haben ist unserer Meinung nach aber nur ein Warnsignal es erst gar nicht zu versuchen. Einem Boxer der Null Chancen hat steht es ja schließlich auch frei, sich die Fresse polieren zu lassen, oder stattdessen mit null Beulen am Kopf lieber in einem Töpferkurs lernt, wie man seine Agressionen besser in den Griff bekommt

Doch damit lies sich die KzDebLodN aber noch nicht zufriedenstellen und sie kontert mit ihrer schärfsten Waffe... ...NULLRUNDE. Ein Begriff, der ganz gerne im Bezug auf die Rentenbezüge unserer älteren Mitbürger verwendet wird. Das hat gesessen und zugegeben, es fiel uns auf Anhieb kein passendes Gegenargument ein, denn schließlich werden wir alle mal alt. Aber trotzdem lassen wir uns die Null nicht miesmachen und hoffen, dass ihr gerade genug zu trinken vor euch habt und damit euren Durst bis auf die magische Null senken könnt. Aber denkt bitte daran, wenn ihr noch fahren müsst.
Null Promille am Steuer.
[Astrominus]
Von einem der auszog, den Schnee kennen zu lernen

Was hatte man ihm nicht alles versprochen, blühende Landschaften, DSL sogar im Keller, den er eigentlich nur in Köln hatte, zusammen mit einer gigantischen Werkzeugsammlung.

Ja er war und ist einer von uns, der auszog und er tat es aus freien Stücken. Oder gab es am Ende doch einen Grund, warum gerade er diesen eiskalt berechneten Schritt tat? Suchte er dort vielleicht noch Schätze für seine Plattensammlung, die ausgerechnet er nicht hatte? Oder hatte ihn einfach nur ein ehemaliger Kollege mit dem Bus gerammt?
Nun, wie man ihn kennt, suchte er vielleicht nach neuen Wegen der Kommunikation, weil ihm irgendjemand mal gesagt hat: „Machen Sie doch mal was anderes! Immer nur Köln und Katzenfutter, das ist doch langweilig! Gehen Sie mal richtig vor die Tür und atmen durch, ohne dass Sie gleich Konfetti in der Nase haben.“ „Ja und wo soll ich hin mit meinem ganzen Krempel, soll ich das alles bei EBay verkloppen?“ „Nö, mitnehmen! Einfach mal bei diesem rollenden Christen nachfragen, die paar LKW-Ladungen sind doch Ruckizucki weg.“ Nun, er galt als klug und gescheit und wusste sich in alles wohl zu schicken und warum nicht einfach mal was Neues machen. Und weil bei ihm Hopfen und Malz verloren war und er lieber dem Weine des roten frönte, sagte er sich: „Datt mach isch und isch nehm noch meine Liebste mit, die mir während der ganzen Arbeit dann Brötchen schmieren kann. Und wenn wir nichts mehr zu kauen haben, ich habe immer noch meine Lollysammlung.“ Und wenn es dort mal ein wenig Schnee zu fegen gibt, dachte er sich, dann habe ich doch sicher immer noch einen tollen Ausblick. Oder etwa nicht?

[Gamma-Ray]
Ich bin krank!

Ich glaube ich bin krank. Nicht körperlich, es handelt sich also nicht um eine leichte Erkältung, die ich als Mann eher wie eine ausgewachsene Grippe durchlebe oder gar etwas so dramatisches wie Haarausfall. Ich gehe davon aus, dass es auch kein geistiges Problem ist, auch wenn viele meiner Bekannten das vermutlich anders sehen. Aber die wissen ja gar nicht um was es geht.

Ich glaube vielmehr, dass es sich dabei um einen genetischen Defekt handelt, weil ich mich nicht erinnern kann, dieses Problem irgendwann einmal bekommen zu haben. Auch existiert keine Erinnerung an eine Zeit ohne diesen Defekt. Es gibt keine äußerlichen Zeichen und wenn es sein muss habe ich keine Probleme die Krankheit vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Nicht einmal meine engsten Freunde wissen um dieses Gebrechen, wenngleich sie manches mal ob der Symptome etwas befremdet reagieren. Um das Problem zu beschreiben sei folgendes Beispiel erzählt:

Ich stehe mit einem Bekannten am Ufer des Rheins und blicke gen Osten in die aufgehende Sonne. "Und, was denkst Du?" fragt er mich und bevor ich auch nur Luft holen kann, erzählt er. "Denkst Du nicht an Kraft, an Aufbruch? Ist die aufgehende Sonne nicht ein Sinnbild für den Sieg des Guten? Die Nacht ist zu Ende, die Dunkelheit verschwindet und die Energie der Sonne strahlt auf uns, als ob sie uns Kraft geben wolle, frisch den neuen Tag anzugehen. Dabei vermittelt sie doch mehr das kurze Aufglimmen der Hoffnung, bevor die Dunkelheit wieder alles verschlingt. Oder, was meinst Du?" Ich hole wieder Luft, aber komme auch dieses mal nicht dazu etwas zu sagen, weil mein Bekannter bereits wieder zurück zum Auto geht.

Wir stehen in einer Burgruine auf einem Berg und blicken über das Rheintal. Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel und die Felder strotzen förmlich vor Kraft und Frische. Mein Bekannter fragt wieder: "Und, was denkst Du, wenn Du hier so in die Ferne schaust?" Ich will etwas erwidern aber auch dieses Mal ist er schneller. "Natur, reine unverfälschte Natur! Pah, dass ich nicht lache. Der Raps da drüben ist genetisch verändert, die anderen Felder sind überdüngt und die Kühe daneben können sich kaum noch bewegen, weil sie mit Medikamenten zu Milchproduktion vollgepumpt sind und ihre Euter fast den Boden berühren. Und die Sonne brennt erbarmungslos durch das größere werdende Ozonloch. Natur? Vielleicht früher mal! Oder wie siehst Du das?"

Ich warte zwei Sekunden mit dem Luft holen und werde für meine Weitsicht belohnt. Er hat sich schon wieder auf den Weg zum Auto gemacht. Er hat genug gesehen. Schließlich atme ich doch weiter, aber ich sage nichts und folge ihm. Wir fahren eine der zahlreichen Schluchten unserer Gegend entlang, nehmen eine der Serpentinen um zu einem dieser Schwarzwalddörfer zu gelangen und halten auf Bitten meines Bekannten an einem Parkplatz, von dem aus wir die Schlucht überblicken können. Ein großer Vogel gleitet in weiten Kreisen über uns am Himmel. Ich blicke auf die Uhr und es vergehen genau 7 Sekunden.

"Und, was denkst Du?" (Vielleicht sollte ich dabei erwähnen, dass mein Bekannter zu Besuch hier ist, ich hingegen hier aufgewachsen bin.) Ich sage nichts und atme ruhig weiter. Er sagt aber auch nichts, gerade so als ob er dieses Mal eine Antwort erwartete. Ich hebe den Finger, hole Luft und sage .....nichts, weil er doch lieber selbst spricht, als mir zuzuhören. "Schau Dir diesen Vogel an. DAS nenne ich Freiheit. Und was ist mit uns? Aus der Sicht dieses Vogels sind wir nur - zugegebenermaßen recht große - Ameisen, die scheinbar sinnlos durch die Gegend rennen und irgendwie doch nie ans Ziel kommen. Wenn dieser fliegende Staubwedel denken könnte, hätte er vermutlich nur Mitleid für uns übrig. Deprimierend, oder?" Ich erspare mir den Versuch einer Antwort und mache mich auf den Rückweg zum Auto. Als hätte ich es geahnt, dreht auch er sich um und folgt mir.

Was aber, mag sich der Leser nun fragen, hat das mit dieser furchtbaren Krankheit zu tun, von der ich in der Einleitung sprach? Einen Bekannten, der einen nicht zu Wort kommen lässt, kann man schwerlich als genetische Krankheit bezeichnen. Und wenn, wären es seine Gene die geschädigt wären und nicht meine. Es sei denn man erfände einen Gen-Defekt, der dafür verantwortlich wäre, dass man solche Leute überhaupt kennen lernt. Es ist aber so, dass das Verhalten meines Bekannten dazu beigetragen hat, dass dem Leser die Symptome meiner Krankheit verborgen geblieben sind.

Aber da ich diese Zeilen schließlich schreibe um mich zu outen, muss ich nun natürlich zum Kern der Dinge kommen. Ich wiederhole deshalb nochmals die Fragen meines Bekannten und gebe die Antworten wieder, die ich gegeben hätte, wenn ich zu Wort gekommen wäre:

Sonnenaufgang: Was denkst Du? >> "Wow, was ein geiler Sonnenaufgang. Tolle Farben! Ich fühl mich gut!"

Blick über das Rheintal: Und? >> "Klasse Aussicht, alles frisch und bunt. ich fühl mich gut."

Kreisender Vogel : Na? >> "Cool, muss Spaß machen die Welt von oben zu sehen. Ich fühl mich gut."

Furchtbar, oder? Mir fehlt diese elementare Tiefsinnigkeit, die bei jeder Gelegenheit das Gehirn dazu zwingt, eine tiefere Bedeutung in dem zu sehen, was man gerade erlebt. Die Fähigkeit von einem am Himmel kreisenden Vogel auf die geknechtete Menschheit zu kommen oder aus einem Blick über die Landschaft die weltweite Landwirtschaftskrise abzuleiten, geht mir völlig ab. Und so stellt sich mir die Frage, was ich tun soll. Muss ich einen Arzt aufsuchen, oder einen Psychiater?

Oder soll ich's mir einfach weiterhin gut gehen lassen?

[chmul]


Wir hatten eine anonyme Anfrage in der SNN-Redaktion:
Können Männer schwanger werden?
Im Prinzip nein, aber wie man sieht,
es gibt immer wieder welche, die es versuchen!


Wir fragten weiter oben: Was ist an diesem Bild falsch? Auflösung: Das Kennzeichen ist gefaked! Es fehlt am Ende wie hier zu sehen ein H für das „Oldtimerkennzeichen!“
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Schluss jetzt…

...schließlich sind wir zum Feiern und nicht zum Lesen hier.
Wir hoffen, dass diese Notausgabe der SNN euch trotzdem ein wenig Farbe in euren grauen Alltag gebracht hat. So bleibt uns nur noch euch eine schöne Feier zu wünschen und…

...passt bitte auf euch auf.


Hallo lieber weissnix!

Ich möchte es mir nicht nehmen lassen, Dich ganz besonders herzlich und persönlich als Leser dieser SNN-Ausgabe zu begrüßen - einfach so, weil ich Dich so nett finde.
Eigentlich sollte dieser Gruß sogar noch über dem Titelbild auf der allerersten Seite erscheinen - aber aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass Du Dir in den letzten Monaten angewöhnt hast, grundsätzlich alles von unten zu lesen.
Daher an der Stelle, wo nur Du zuerst hinschaust: Ganz liebe Grüße von Deinem Freund Supernature
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SNN Ausgabe 45 veröffentlicht am 22.05.2010 Exclusiv für das Supernature-Forum
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